Grüne Kulturpolitik in Zeiten von Corona – und darüber hinaus

Ein kurzer Wahlkampf, der von den Themen Verkehrswende und Wohnen dominiert wird – nicht nur in Münster -, da muss die Kultur aufpassen, dass sie nicht unter die Räder kommt. Wenn selbst ein zwischendurch heiß diskutiertes Projekt wie der Musikcampus keine Schlagzeilen mehr produziert, stellt sich mit Recht die Frage nach der immer wieder behaupteten gesellschaftlichen Relevanz von Kunst und Kultur – nicht nur, aber gerade auch in der aktuellen Situation.

Kurz vor den Wahlen laden wir dazu ein, das Thema Kultur unter kommunaler Perspektive noch einmal genauer in den Blick zu nehmen – eine der letzten Veranstaltungen in diesem kurzen Wahlkampf, aber gerade in Münster und gerade für uns Grüne von besonderer Relevanz.

Auch wenn Münster sich als kulturbegeisterte Stadt versteht, in der die freie Szene eine wichtigere Rolle spielt als in manch anderer Stadt, hat die Pandemie deutlich gemacht, wie krisenanfällig die Förderstrukturen vor allem für freie Kunst- und Kulturschaffende sind – und das (so schreiben wir es auch in unserem aktuellen Kommunalwahlprogramm), obwohl wir dort in den vergangenen Jahren deutliche Verbesserungen erzielen konnten.

Und diese Verbesserungen waren wichtig. Denn „Münster braucht diese vielfältige Kunst und Kultur. Eine lebendige Kulturszene in der Breite wie auch in der Spitze ist für Münster eine Zukunftsfrage und entscheidend für die Attraktivität von Stadt und Universität. Sie ist elementar für den gesellschaftlichen Zusammenhalt und die individuelle Entfaltung, für den interkulturellen Austausch und die Bewahrung von kulturellem Erbe. Angesichts der boomenden Kreativwirtschaft vor Ort ist Kultur auch ein wachsender ökonomischer Faktor.“

So sehen GRÜNE Kunst und Kultur in Münster. „Eine Kulturstadt für alle“ ist deshalb auch der Abschnitt des Kommunalwahlprogramms zur Kulturpolitik überschrieben.

 

Was haben wir in der vergangenen Ratsperiode in der Kulturpolitik erreicht?

Was haben wir in der kommenden Periode vor?

 

Das sind die Fragen, mit denen wir uns beschäftigen wollen – und zu denen wir uns Kommentare von Ihnen und Euch, den Akteuren, den Produzenten und den Konsumenten von Kunst und Kultur in der Stadt erhoffen.

 

Dazu geben Auskunft:

Dr. Petra Dieckmann, kulturpolitische Sprecherin der GAL/Grünen-Ratsfraktion

Peter Todeskino, Grüner OB-Kandidat

 

Moderation:

Wilhelm Breitenbach

 

Die Veranstaltung ist bereits ausgebucht? Melden sie sich gerne bei der Kreisgeschäftsstelle unter per E-Mail, wir führen eine Warteliste. Wenn keine Plätze frei werden erhalten Sie von uns keine E-Mail.


AG Ökologie, Nachhaltigkeit und Wirtschaft

Treffen in der Zukunftswerkstatt. Corona-Abstands- und Hygieneregeln beachten!


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Soziale Teilhabe sicherstellen und Menschen in prekären Lebenssituationen unterstützen

OB-Kandidat Peter Todeskino und Harald Wölter und Sylvia Rietenberg, von der GAL-Ratsfraktion besuchen die Sozial- und Arbeitslosenberatung im cuba

Seit nunmehr drei Jahrzehnten unterstützt das Sozialbüro (SiC) im Cultur- und Begegnungscentrum cuba Menschen in schwierigen wirtschaftlichen und sozialen Lebenslagen. Dazu gehören Beratung und Information über Leistungen zum Lebensunterhalt nach dem SGB XII, zur Grundsicherung für Arbeitssuchende, Wohngeld und Kinderzuschlag. „Das Sozialbüro ist und bleibt eine unabhängige Anlauf- und Beratungsstelle für finanzielle benachteiligte Menschen, die Aufklärung suchen, Informationen wollen und eine Unterstützung erhoffen“, so Monika Kolodzey und Uli Wieners von der SiC. Wir beraten und unterstützen Ratsuchende bei Erwerbslosigkeit, unsicheren Arbeitsverhältnissen, beruflicher (Neu-) Orientierung und Verständigungsproblemen mit den Ämtern“, erläutert Arnold Voskamp von der cuba-Arbeitslosenberatung.

Die beiden Beratungsstellen weisen auf die vermehrt auftretenden  Wohnungsprobleme hin und auf Probleme der Sicherung des Lebensunterhaltes. Ausbau der öffentlich geförderten Beschäftigung, Abbau der prekären Beschäftigung, mehr Stellen für Menschen mit Behinderung und anderer bislang benachteiligen Personengruppen sowie die Erweiterung des Münster-Passes sind weitere Anliegen.

„Die unabhängig Sozialberatung wie auch die Arbeitslosenberatung muss dauerhaft gesichert bleiben, hierfür treten wir ein. Zugleich werden wir die aufgezeigten Anliegen aufgreifen und angehen“, verspricht Peter Todeskino

„Mit der Einrichtung einer zusätzlichen Beratung zum Kinderzuschlag und Wohngeld beim Jobcenter, wurde auf Grüne Initiative hin bereits erreicht, dass Familien weiterhin ihr Geld erhalten, auch wenn sich Zuständigkeiten bei den Behörden ändern. Zugleich haben wir ein zusätzliches kommunal finanziertes Programm für den Sozialen Arbeitsmarkt aufgelegt, das wollen wir ausbauen“, so Ratsherr Harald Wölter

Teilhabe darf nicht vom Geldbeutel abhängig sein. Deshalb werden wir den Münster-Pass weiter ausbauen und zielgruppen- und angebotsorientiert weiterentwickeln. so Ratsfrau Sylvia Rietenberg abschließend.


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Peter Todeskino bei Schietwetter in Gievenbeck im Einsatz

Auch bei regnerischen Wetter ist der GRÜNE Info-Stand in Gievenbeck gut besucht. OB-Kandidat Peter Todeskino sowie Annika Bürger und Harald Wölter für die beiden Gievenbecker Wahlkreise sind im Gespräch vor Ort. Wohnraum schaffen für alle Generationen und dies zu bezahlbaren Mieten ist eine zentrale Aufgabe für kommenden Wahlperiode. Die Grünen wollen das Oxford-Quartier für alle Generationen gestalten. Hier sollen auch genossenschaftliches Wohnen und Wohnformen für Menschen mit Pflege oder Unterstützungsbedarf ihren Platz haben, ebenso wie die Soziale Arbeit, Nachbarschaftsinitiativen und Vereine. Zugleich wollen die Grünen die Familien-, Kinder- und Jugendarbeit in Gievenbeck insgesamt stärken. Hierzu gehöre auch die Erweiterung des Mehrgenerationenhauses (MuM) gemeinsam mit dem Quartiersstützpunkt (AD).

Für die Entwicklung des Gebietes westlich der Busso-Peus-Straße müssen noch höhere städtebauliche, soziale und ökologische Anforderungen gelten, um nachhaltige Stadtentwicklung mit Klimaneutralität bis 2030 zu verbinden. Die Grünen setzen dabei auf eine Nutzungsmischung durch Wohnen, Arbeiten und Versorgen. Bei der Entwicklung dieser neuen Quartiere wollen die Grünen eine breite Beteiligung der Bevölkerung, Vereine, Träger und Initiativen. Weiter verbessert werden soll der ÖPNV und der Fahrradverkehr zum Beispiel der Ausbau der Velorouten in die Innenstadt und Nachbarorte.


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GRÜNE besuchen York-Höfe und Wohnprojekte 60+

Peter Todeskino, Maria Klein Schmeink MdB und von der GAL-Ratsfraktion Harald Wölter, Sylvia Rietenberg und Klaus Rosenau besuchen Wohnprojekte für ältere ehemals wohnungslose Menschen

York-Höfe nennt sich das noch neue Quartier mit bezahlbarem Wohnraum für Familien und Alleinstehende an der Steinfurter Straße. Elf Apartments davon hat der „Förderverein für Wohnhilfen“ als Gemeinschafts-Projekt angemietet für wohnungslose ältere Menschen. „Wohnen 60 plus“ nennt sich das Wohn- und Betreuungs-Projekt. Auch Pflegebedürftige, die zuvor viele Jahre obdachlos waren, können hier mit unterstützender Sozialarbeit und Hauswirtschaft in der eignen Wohnung selbstbestimmt Leben. Hier erhalten sie je nach Bedarf über ambulante Pflegedienste auch die notwendige Pflege. „Personen dieser Zielgruppe sind am Wohnungsmarkt besonders benachteiligt und finden nur sehr schwer oder gar keinen Zugang zu entsprechenden Hilfeeinrichtungen“, stellt Bernd Mülbrecht vom Förderverein fest.

"In Münster wollen wir diese beispielhaften Wohnprojekte auch für anderen Stadtteile", so der Grüne OB-Kandidat Peter Todeskino.

„Hierfür haben wir bereits die Weichen gestellt. Sowohl im Pflegebedarfsplan wie auch bei der Planung neuer Wohnquartiere werden wir darauf achten, dass diese Wohnprojekte zum Zuge kommen und das Angebot weiter ausgebaut wird“, so Harald Wölter und Sylvia Rietenberg für die Ratsfraktion. Die bereits vor Jahren zum Wohnen umgebaute Dreifaltigkeitskirche beherbergt seit 2013 das erste Projekt „Wohnen 60plus“ und ist die erste Wohnanlage dieser Art bundesweit. Sie liegt im Wahlkreis Uppenberg, für den Klaus Rosenau kandidiert.

Till Meinert von der Europa-Brücke Münster informiert über die Arbeit des Projektes. Es unterstützt EU-Migrant*innen, die in Münster leben, sich aber in Wohnungsnot oder anderen prekären Lebensverhältnissen befinden. Gefördert wird die Arbeit durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales und dem Europäischen Hilfsfonds für die am stärksten benachteiligten Personengruppen (EHAP). Darüber hinaus besteht eine Kooperationsvereinbarung mit der Stadt Münster. Tamara Kräwer und Nicolas Honermann stellen das Projekt Brückenschlag vor. Mit dem neuen, über Landesmittel für zwei Jahre geförderte Projekt können auch Familien aus der EU profitieren, die besondere Unterstützung benötigen bei Wohnen, Kita, Schule oder Gesundheitsversorgung. „Diese Hilfe für ist besonders wichtig, damit auch Menschen in prekären Lebenslagen die bestmöglichste Förderung für eine soziale Integration erhalten können“, so die grüne Bundestagsabgeordnete Maria Klein Schmeink.


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Grüne besuchen Quartiersstützpunkt Platanenhof

OB-Kandidat Peter Todeskino und Harald Wölter, Sylvia Rieten und Carsten Peters für die GAL-Ratsfraktion besuchen den Quartierstützpunkt Platanenhof im Südviertel.

Wie können wir erreichen, dass Menschen mit Pflege- und Unterstützungsbedarf selbstbestimmt im vertrauten Wohnquartier leben können? Der Quartiersstützpunkt Platanenhof bietet hierfür beispielhaft ein wichtiges Angebot aus Beratung, eine Unterstützung im hauswirtschaftlichen und pflegerischen Bereich – bei Bedarf auch rund um die Uhr, wie auch Assistenz in der Mobilität und Freizeitgestaltung. Zugleich ist er auch ein Treffpunkt für nachbarschaftliche Aktivitäten, Vereine oder auch Familienfeiern. „Getragen ist dieses Projekt gemeinsam von dem Pflege- und Assistenzdienst Ambulante Dienste e.V. und der städtischen Wohnungsgesellschaft Wohn+Stadtbau", erläutert Geschäftsführer Erhard Wieferig. Die Beratung von Betroffenen im Umgang mit Assistenz und das kulturelle Programm des Stützpunktes erfolgen in Zusammenarbeit mit dem Verein „Alternatives Wohnen mit Assistenzleistung e.V."

Peter Todeskino weist darauf hin, dass sich die Stadt Münster bis 2030 den Ausbau der Quartiersstützpunkte für alle Stadtteile zur Aufgabe gemacht. „Wie werden mit Nachdruck darauf hinwirken, dass dies auch konsequent umgesetzt wird".

Seit 2018 befindet sich im Platanenhof auch das Cafe Lebens(t)raum als Ergänzende unabhängige Teilhabeberatung (EUTB). „Die Beratungsstelle berät Menschen mit Behinderung und deren Angehörigen nach dem Prinzip des Peer Counseling, d.h. Betroffenen beraten Betroffene. „Wir sind unabhängig und sind ausschließlich den Ratsuchenden verpflichtet", stellen Birgit Edler und Dina Hamza ihre Rolle bei der Beratung heraus.

Deutlich wurde bei diesem Besuch, dass die Arbeit der sozialen Träger im Quartier für viele Menschen von großer Bedeutung ist für die Sicherung des selbständigen Wohnens und Lebens im Quartier. „Diese Arbeit gilt es noch stärker als bisher zu unterstützen, so Carsten Peters, Ratsmitglied und Kandidat für den örtlichen Wahlkreis Schützenhof. „Sowohl beim Ausbau der sozialen Infrastruktur und der Barrierefreiheit in den bestehenden Stadtteilen wie auch bei der Planung neuer Wohnquartiere werden wir darauf hinwirken, dass diese Angebote zur Unterstützung des selbstbestimmten Lebens weiter ausgebaut und die Quartiersarbeit der Träger vor Ort noch stärker gefördert wird", kündigten Harald Wölter (Pflege und Inklusion) und Sylvia Rietenberg (Soziales) für die Ratsfraktion an.


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Ein Stadtteilhaus für Coerde

OB Kandidat Peter Todeskino, Bundestagsabgeordnete Maria Klein-Schmeink, Ratsherr Harald Wölter und die örtlichen Grünen Kandidati*innen in Coerde am Hamannplatz: Die GRÜNEN zeigen sich zufrieden, dass es gelungen ist hier ein neues Stadtteilzentrum zu entwickeln. „Nicht nur im Einzelhandel sollen hier neue Versorgungsstrukturen geschaffen werden, sondern auch in der sozialen Infrastruktur“, betont Peter Todeskino. Dirk Guddorf und Udo Schonhoff aus der BV Nord erinnern daran, dass mit der Projektinitiative „Starke Quartiere – starke Menschen“ die GRÜNEN bereits 2016 einen Ratsantrag zur Stärkung des Stadtteils Coerde vorgelegt hatten.

Städtische Gesundheitsversorgung vor Ort

Im neuen Stadtteilhaus wird ein Kinder- und Gesundheitszentrum seinen Platz finden, um u.a. junge Familien an städtische Angebote zur Gesundheitsversorgung anzuschließen. Die Grünen hatten hierzu die Idee und die politische Initiative für ein entsprechendes Gesundheitszentrum unternommen und gemeinsam mit der CDU einen entsprechenden Antrag in den Rat eingebracht. Maria Klein-Schmeink MdB betont vor allem die kurzen Wege, wo sonst längere Anfahrten zu entsprechenden Angeboten erforderlich sind.

Selbstbestimmt Leben im Alter und bei Pflege

Wir wollen ein bedarfsgerechtes Angebot an quartiersnahen Wohn- und Pflegeangeboten schaffen, um pflegebedürftigen Menschen einen Verbleib im vertrauten Wohnumfeld zu ermöglichen. Ambulant betreute Pflege-Wohngemeinschaften beispielsweise ermöglichen ein Leben in häuslicher Gemeinschaft mit umfassender Versorgungssicherheit, so Harald Wölter. Im Norden fehlt es noch an Pflege-WGs, aber auch an ausreichend Tages- und Kurzzeitpflegeangeboten.

Pflegebedürftige Menschen gehören in die Mitte der Gesellschaft und haben es verdient, Lebensbedingungen vor zu finden, die es ihnen erlauben, auch bei eintretender Pflegebedürftigkeit in der eigenen Häuslichkeit bleiben können, anstatt ins Pflegeheim ziehen zu müssen.


Diskussion mit Annalena Baerbock

Gemeinsam mit unserer Bundesvorsitzenden Annelena Baerbock diskutieren wir über die grünen Ziele der nächsten Jahre in Deutschland und in Münster.

Es muss eine Mund-Nase-Bedeckung getragen werden und die Corona-Abstandsregeln sind einzuhalten.
Da die Teilnehmer*innenzahl begrenzt ist bitten wir um Voranmeldung. Bitte maximal 2 Tickets pro Person. Eine geringe Anzahl an Plätzen steht vor Ort für spontane Besucher*innen zur Verfügung.

Einlass ab 14:30.


Autofreie Altstadt Konzeptvorstellung (Web-Meeting)

Brüssel, London und jetzt Münster? Die Autofreie Innenstadt ist längst keine ausnahmslose Seltenheit mehr. Über Potentiale und unsere Ideen für die Autofreie Innenstadt in Münster sprechen Carsten Peters (verkehrspolitischer Sprecher der Ratsfraktion) und die Ratskandidatinnen Jule Heinz-Fischer und Annika Bürger.

Zur Teilnahme registrieren Sie sich bitte per E-Mail an .


Klima-Großdemo von Fridays for Future

Mund-Nasen-Schutz und Abstandsregeln nicht vergessen.