blank„Wie gestalten wir unsere Städte und Kommunen altersgerecht und altenfreundlich, so dass Menschen, selbstbestimmt leben und wohnen können auch im Alter und bei Pflege. Das Netzwerk der Gesundheitsorganisation der Vereinten Nationen (WHO) „Age friendly Cities and Communities“ befasst sich mit dieser Fragestellung. „Wir Grünen haben im Rat – gemeinsam mit unseren Bündnispartner – einen Antrag eingebracht, der die Aufnahme der Stadt Münster in das weltweite zum Ziel hat, so GAL-Ratsherr Harald Wölter.
Bereits 2010 wurde dieses Netzwerk gegründet, um den Bedürfnissen älterer und beeinträchtigter Menschen eine erhöhte Aufmerksamkeit zu schenken. In den Städten und Gemeinden soll weltweit eine altersfreundliche Gestaltung vor dem Hintergrund demografischer Herausforderungen angestrebt werden. Ein weltweiter Austausch von Ideen, Fragen und Beispielen aus der Praxis u.a. zur Gestaltung des direkten Wohnumfelds der Bürgerinnen und Bürger soll dies befördern.
In Europa sind bereits weit über 100 Städte unterschiedlicher Größe dem WHO-Netzwerk beigetreten. In Deutschland gibt es hier noch Nachholbedarf. Münster ist nach Ansicht der Grünen prädestiniert, sich dem „Globalen Netzwerk der WHO für altersfreundliche Städte und Gemeinden“ anzuschließen. „Münster erfüllt bereits viele Anforderungen, die an eine altersgerechte Kommune zu stellen sind. So hat Münster bereits als erste Kommune in Deutschland einen Masterplan „Altersgerechte Quartiere inklusiv“ beschlossen und eine verbindliche Pflegebedarfsplanung eingeführt. Der Ausbau von gemeinschaftlichen Wohnformen wie Pflegewohngemeinschaften und Mehrgenerationenwohnen wurde vorangebracht, so Harald Wölter. Ein internationalen Austausch gerade zu Themen wie barrierefreie Stadt- und Quartiersgestaltung, Mobilität und altersgerechtes und selbstbestimmtes Wohnen kann nach Ansicht der Grünen auch wichtige Anregungen für die weiteren Schritte zur altersgerechten Gestaltung Münsters geben.
Ratsantrag: A-R_0010_2020_a-r-0010-2020-altersfreundliche-staedte