Von WN-Redakteur Klaus Baumeister erhielten wir die Anfrage, wie wir einen an das Hansaforum gestellten Förderantrag bewerten. Hier die Antwort unseres Fraktionssprechers Otto Reiners:
„Sehr geehrter Herr Baumeister,
in Ihrer Mailanfrage vom 30.07.2019 informieren Sie uns, dass seitens der Besetzer*innen der Hafenstraße 70 beim Hansaforum angefragt wurde, ob im Rahmen des bundesseitig geförderten Pilotprojektes „Hansaforum – Gemeinsam Stadt machen, statt machen lassen!“ eine Förderung möglich sei, und bitten um eine Bewertung des Vorgangs.
Dazu vorab eine Anmerkung: Wir freuen uns, dass im August 2018 durch ein Fach-Gremium der Nationalen Stadtentwicklungspolitik das Pilotprojekt Hansaforum in Münster als eins von Vieren ausgewählt wurde.
Mit dem Projekt „Hansaforum – Gemeinsam Stadt machen, statt machen lassen!“ soll, so die Darstellung seitens des Bundes, im Münsteraner Hansaviertel ein neuartiges zivilgesellschaftliches Gremium etabliert werden. 200 Bürger werden per Zufallsprinzip ausgewählt und eingeladen, im Forum über die künftige Gestaltung des Quartiers mitzuentscheiden. Besonderen Wert wird dabei auf die Repräsentation aller Bevölkerungsgruppen gelegt. Das regelmäßig tagende Forum entscheidet im Konsens über die Umsetzung und Förderung einzelner Projekte im Quartier, die von engagierten Bürgern, Vereinen, (Sozial-)Unternehmen u.a. vorgeschlagen werden können. Als Leitfaden für die Umsetzung der Projekte soll das Prinzip der Gemeinwohl- Ökonomie dienen.
Wenn jetzt im Rahmen des regelmäßig tagenden Forums über Förderungsanträge von engagierten Bürgern, Vereinen, (Sozial-)Unternehmen u.a. beraten und entschieden wird, sind wir gespannt auf den Beratungsprozess wie auch auf die konkrete Umsetzung der bezuschussten Projekte.
Dabei sind wir uns sicher, dass die vom Bund aufgegebenen Zuwendungserfordernisse beachtet und eingehalten werden.
Mit vielen Grüßen
Otto Reiners
Fraktionssprecher“