Der aktuelle Kinderrechteindex 2025 zeigt: Bei Schutz und Förderung von Kinderrechten gibt es bundesweit Fortschritte, zugleich aber weiterhin Handlungsbedarf – auch auf kommunaler Ebene. Die Grünen Münster sehen den Index als konstruktiven Auftrag, die bereits eingeschlagene Richtung konsequent weiterzugehen.

„Der Kinderrechteindex macht deutlich, wie wichtig verlässliche Strukturen, Beteiligung und Prävention vor Ort sind“, erklärt Leon Herbstmann, familienpolitischer Sprecher der Grünen Münster. „Münster ist gut aufgestellt, doch wir wollen mehr: Kinderrechte müssen im Alltag spürbar werden – in Kitas, Schulen, im öffentlichen Raum und in der Verwaltung.“

Anna Hünker, familienpolitische Sprecherin der Grünen in Münster betont dabei die partnerschaftliche Zusammenarbeit mit Land und Bund. „Nordrhein-Westfalen hat wichtige Grundlagen gelegt, jetzt kommt es darauf an, sie vor Ort wirksam umzusetzen. Wir Kommunen spielen eine Schlüsselrolle, wenn es darum geht, Kinder und Jugendliche zu schützen, zu beteiligen und zu fördern.”

Um Münster zu einer kinderfreundlichen Kommune weiterzuentwickeln, könne auf ein fundiertes Konzept des Kinderschutzbundes zurückgegriffen werden, das im Auftrag der Politik erarbeitet wurde. Die darin aufgezeigten Maßnahmen gelte es Schritt für Schritt umzusetzen und dauerhaft zu verankern, so betonen die beiden weiter. Kinder bräuchten verlässliche Ansprechstellen, echte Beteiligungsmöglichkeiten und eine Stadt, die ihre Bedürfnisse mitdenkt.

Birgit Wolters, Sprecherin im Kreisverband der GRÜNEN ergänzt: “Schon seit 1989 gibt es die UN-Kinderrechtskonvention, 1992 hat Deutschland diese unterzeichnet. Über dreißig Jahre später, so wird es im aktuellen Bericht deutlich, muss für die Einhaltung weiterhin viel getan werden. Wir GRÜNE haben im Kommunalwahlprogramm 2025 für Münster klare Schwerpunkte festgehalten: die Unterstützung von Präventions- und Beratungsangeboten, eine stärkere Beteiligung von Kindern und Jugendlichen an kommunalen Entscheidungen sowie die Unterstützung von Familien durch passgenaue Angebote.”

„Der Kinderrechteindex 2025 ist kein Zeugnis, sondern ein Kompass“, fasst Leon Herbstmann zusammen. „Er erinnert uns daran, dass Chancengerechtigkeit und echte Teilhabe nur dann gelingen, wenn Kinderrechte konsequent vor Ort umgesetzt werden. Als Kommune tragen wir eine besondere Verantwortung, Armut vorzubeugen und allen Kindern gute Startbedingungen zu ermöglichen. Der Index zeigt, wo wir stehen und wo es hingehen muss. Münster hat die Chance, Vorreiterin zu sein – mit klaren Zielen, guter Zusammenarbeit und dem festen Willen, Kinderrechte konsequent umzusetzen.“

Transparenzhinweis: Anna Hünker ist selbst als Projektkoordinatorin für den Kinderschutzbund Münster aktiv.

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