Der Einstieg ins Berufsleben wird für viele junge Menschen spürbar schwieriger. Das zeigt die Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der grünen Bundestagsabgeordneten Sylvia Rietenberg zum Berufseinstieg im Kontext von Künstlicher Intelligenz (KI) und konjunktureller Schwäche. Besonders betroffen sind demnach junge Akademikerinnen und Akademiker.
Nach Angaben der Bundesregierung benötigen inzwischen über 20 Prozent der Berufseinsteigerinnen und Berufseinsteiger mehr als sechs Monate, um nach Abschluss eine Stelle zu finden. Bei Akademikerinnen und Akademikern liegt der Anteil sogar bei rund 23 Prozent. Gleichzeitig ist das Stellenangebot deutlich zurückgegangen: Seit 2022 ist die Zahl der gemeldeten offenen Stellen für Hochschulabsolventen um mehr als ein Viertel gesunken.
Kritisch sehen die Berichterstatterin für Arbeitsmarktpolitik vor allem die unzureichende Datengrundlage für Akademikerinnen und Akademiker zur konkreten Arbeitssuche und zu den Einstiegsstellen . „Die Bundesregierung kann nicht sagen, wie viele Einstiegsstellen weggefallen oder durch KI verändert worden sind. Auch zu den ersten Monaten der Arbeitssuche nach Studienabschluss liegen keine belastbaren Daten vor“, erklärt Sylvia Rietenberg, Arbeitsmarktexpertin der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen und fordert: „Wer junge Menschen ernst nimmt, muss diesen Wandel aktiv gestalten, und das geht nur auf Basis verlässlicher Daten.“
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