Münsters Grüne kritisieren den Umgang der schwarz-roten Bundesregierung mit den Themen Öl- und Gasimporte und neues Heizungsgesetz.
Birgit Wolters, Sprecherin des Kreisverbandes der Münsteraner Grünen, erklärt: „Das neue Heizungsgesetz führt nicht zu mehr Freiheit der Bürger*innen, sondern zu mehr Abhängigkeit von geopolitischen Entwicklungen und diktatorisch geführten Ländern. Gerade in Krisenzeiten braucht es eine sichere und auf Dauer günstige Energiepolitik. Dass die Bundesregierung nun mit dem neuen Heizungsgesetz den Einbau von Öl- und Gasheizungen wieder ermöglichen möchte, widerspricht diesen Anforderungen. Steigende Heizkosten sind bereits heute ein Problem für viele Menschen in Deutschland – und politische Krisen, wie der Krieg im Iran, verschärfen die Situation weiter.“
Tobias Stieb, Co-Sprecher der Münsteraner Grünen ergänzt: „In diesen politisch unruhigen Zeiten müssen wir uns für Stabilität in Deutschland und Europa einsetzen. Es ist für uns daher zentral, uns nicht mehr länger von anderen Staaten abhängig zu machen. Wir setzen daher auf einen unabhängigen Energiebezug aus nachhaltigen Quellen, einen stärkeren Ausbau von Wärmenetzen und preiswerte dezentrale Lösungen wie Wärmepumpen.“
Zum Hintergrund:
Der Krieg im Iran hat weitreichende Auswirkungen auch auf Deutschland. Nicht nur die Öl- sondern auch die Gas-Preise steigen durch den Krieg im Iran. Deutschland könnte daher eine Gasknappheit drohen, denn viele Expert*innen warnen bereits heute davor, dass die Gasspeicher im kommenden Winter nicht ausreichend befüllt sein könnten. Durch das von Katharina Reiche vorgeschlagene Energiepaket, das vermehrt auf Öl- und Gasheizungen setzt, ist Deutschland in diesen Krisenzeiten besonders verwundbar.
