Zur Frage der Umbenennung von Manfred-von-Richthofen-Straße, Ostmarkstraße und Andreas-Hofer-Straße in Münster erklären:
Bezirksbürgermeisterin Tabea Borrmann:
„Mit dem Bürgerentscheid am Sonntag endet nicht unsere Verpflichtung, sich mit historisch belasteten Straßennamen auseinanderzusetzen – im Gegenteil. Wir haben aber auch wahrgenommen, dass die geplanten Umbenennungen und der Prozess bis zum Bürgerentscheid am Sonntag für Unverständnis und ein aufgeheiztes Diskussionsklima gesorgt haben.
Als Bezirksbürgermeisterin für alle Menschen in Münster-Mitte ist es mir wichtig, zu diesem Thema zu einer sachlichen Debatte zurückzukehren. Deshalb werde ich der Bezirksvertretung in ihrer nächsten Sitzung vorschlagen, die noch offenen Anregungen an den Rat zur Umbenennung von drei weiteren Straßen zurückzuziehen.
Gleichzeitig halte ich die Auseinandersetzung mit unserer Geschichte und äußerst problematischen Straßennamen – wie etwa der Ostmarkstraße – weiterhin für notwendig. Jetzt ist es an der Zeit, Formen des Dialogs mit den Bürger*innen zu finden, die über das eindeutige „Ja“ oder „Nein“ vom Sonntag hinausgehen. Vielleicht kann im anstehenden Prozess der historischen Auseinandersetzung mit den Straßen im Marineviertel dann auch ein Beispiel für den Umgang mit weiteren historisch belasteten Straßennamen gefunden werden.“
und Fraktionssprecher*innen Andrea Blome und Albert Wenzel:
„Die Grüne Ratsfraktion begrüßt den Vorschlag der Bezirksbürgermeisterin. Nach Wochen der Auseinandersetzung über Straßennamen ist es den Menschen nicht zu vermitteln, nun im Rat ohne vorherige und erneute Beteiligung der Bürger*innen weitere Umbenennungen zur Abstimmung zu stellen. Gleichzeitig muss deutlich sein, dass unsere Stadt auch weiterhin Verantwortung dafür trägt, sich mit der Geschichte auseinanderzusetzen. Diesen Prozess werden wir als Ratsfraktion weiter konstruktiv unterstützen.“
