Verschmierte Pommes-Schalen am Straßenrad, To-Go-Becher auf der Baumscheibe und überquellende Mülleimer überall in der Stadt: Einweg-Verpackungen verursachen große Müllprobleme in Münster. Mit einem Ratsantrag sagt die Rathaus-Koalition aus Grünen, SPD und Volt jetzt der Vermüllung den Kampf an – und hat dazu viele Gespräche mit Handwerk und Gastronomie geführt.

Leandra Praetzel, umweltpolitische Sprecherin der Grünen Ratsfraktion:

„Andere Länder und andere Städte in Deutschland machen es vor: Man kann sich außer Haus und To-Go mit Speisen und Getränken versorgen, ohne massenhaft Müll zu produzieren. Mehrweg heißt hier die Lösung – und muss auch in Münster die Lösung heißen. Es braucht ein möglichst einheitliches System, das es attraktiv für die Menschen in Münster macht, künftig Mehrweg zu nutzen, wo heute noch Einweg die Regel ist. Wenn Gastronomie, Handwerk und Stadtverwaltung hier kreative Lösungen entwickeln, profitieren wir alle von einer weniger vermüllten Stadt.“

Und Albert Wenzel, Fraktionssprecher der Grünen, betont:

„Wir freuen uns, dass ein breites Bündnis aus Gastronomie und Handwerk genau wie die Koalition den Einwegverpackungen den Kampf ansagt. Mit dem aktuellen Antrag kann die Stadtverwaltung loslegen und eine schlagkräftige und Kampagne mit den Beteiligten umsetzen, die wirklich nachhaltig zu Mehrweglösungen und weniger Müll führt. Davon profitieren alle – Münsters Straßen werden weniger vermüllt und die AWM müssen weniger Müll beseitigen und sparen so Gebührengelder.“

Hintergrund:

Den Ratsantrag der Koalition gibt es unter diesem Link.

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