Münsters Grüne zeigen sich höchst irritiert über die aktuellen Debatten der Bundesregierung zum Thema BAföG. Statt die im Koalitionsvertrag angekündigte Erhöhung der Sätze umzusetzen, droht die Berliner Koalition nun die notwendigen Anpassungen zu verschleppen.

Karlotta Quapp, Campusgrün-Spitzenkandidatin für die anstehenden Studierendenparlamentswahlen, kommentiert: „Die Möglichkeit zu studieren darf nicht vom Geldbeutel der Eltern abhängen. Daher muss das BAföG grundlegend reformiert werden und die tatsächlichen Lebenshaltungskosten decken. Komplizierte Anträge, lange Bearbeitungszeiten und die Abhängigkeit vom Einkommen der Eltern schaffen Unsicherheit und verhindern echte Chancengleichheit im Studium.“

Kreisverbandssprecher Tobias Stieb ergänzt: „Wer wie Bundesforschungsministerin Dorothee Bär jetzt eine Luxusdiskussion lostritt, zeigt, dass er die Lebensrealitäten vieler Studierender nicht verstanden hat. Bereits 2024 lag die Differenz zwischen der Wohnkostenpauschale für Studierende und den durchschnittlichen Kosten für ein WG-Zimmer in Münster bei 78€. Diese Lücke ist in der Zwischenzeit weiter gewachsen. Dies ist nur einer von vielen Faktoren, der dazu führt, dass viele Studierende auch in Münster von akuter Armut betroffen sind.“

Co-Sprecherin Birgit Wolters kommentiert abschließend: „Die Bundesregierung zeigt hier erneut, dass sie nicht in der Lage ist, eine zukunftsfähige Politik für die Menschen in Deutschland zu gestalten. Bereits bei der Verwendung der Mittel des Sondervermögens und ihrer rückwärtsgewandten Energiepolitik hat die Bundesregierung leider bewiesen, dass sie Klientelpolitik über die Zukunft dieses Landes stellt. Dass nun scheinbar auch Investitionen in Bildung und Bildungsgerechtigkeit in Frage gestellt werden, ist erschreckend. Wir erwarten von der Bundesregierung hier eine schnelle Kurskorrektur und ein klares Umsteuern in Richtung gerechter BAföG-Sätze.“

Jetzt Petition unterzeichnen: Machen Sie ihren Job, Dorothee Bär!

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