Wir fordern eine Veränderung und Anpassung des Umsatzsteuergesetzes in Hinblick auf die Besteuerung des Verkaufs von Lebensmitteln.
Zu diesem Zweck wollen wir als Kreisverband diesen Antrag als V-Antrag in die Bundesdelegiertenkonferenz einbringen.
Der Steuersatz von 7% bzw. 19 % soll nicht mehr auf die bisher üblichen Lebensmittelgruppen angewendet werden, sondern es soll im Sinne eines ökologischen Steuerungsinstruments in Anlehnung an die Höhe der externalisierten Kosten, sowie nach gesundheitlichen und ethischen Aspekten unterschieden werden. Dabei soll im Kern die MwSt. auf pflanzliche Lebensmittel gesenkt und auf tierische Lebensmittel erhöht werden.
Als mögliche Arbeitsgrundlage würden wir folgendes Modell beispielhaft für eine zugleich sinnvolle und dennoch unkomplizierte Umbesteuerung vorschlagen:
Es könnte eine Einteilung in drei Gruppen vorgenommen werden, für die die folgenden Steuersätze gelten (konform zur Mehrwertsteuersystemrichtlinie, Artikel 98 in Verbindung mit Anhang 3):
- Bio-zertifizierte, pflanzliche Lebensmittel: 0%
- Nicht Bio-zertifizierte, pflanzliche Lebensmittel: 7%
- Tierische Lebensmittel: 19%
Als "Bio-zertifiziert" gilt eine Zertifizierung nach der EG-Öko-Verordnung 834/2007 der EU.
Als tierische Lebensmittel sind hierbei all diejenigen Produkte zu deklarieren, zu deren Inhaltsstoffen ein tierisches Erzeugnis gehört (z.B. Vollmilchschokolade, Eiernudeln, Pizza etc.).
Gleichzeitig ist es selbstverständlich erforderlich, externe Kosten in der Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion möglichst zu internalisieren.
Weiterhin sollte überprüft werden, ob im Rahmen der Umbesteuerung auch gleichzeitig der Themenkomplex der Tierwohlabgabe mitbehandelt werden könnte. Die Tierwohlabgabe meint eine zweckgebundene Abgabe (von z. B. 20-50 Cent/kg) auf konventionelle, tierische Produkte, die direkt in den Umbau der Nutztierhaltung einfließt.
Änderung der Steuern auf Lebensmittel
Wir möchten das Umsatzsteuergesetz ändern.
Es geht um die Steuern auf Lebensmittel.
Wir möchten diesen Antrag zur Abstimmung bringen.
Das Ziel der Änderung
Die Steuersätze sollen anders sein als heute.
Heute zahlt man 7% oder 19% Steuern.
Das soll sich ändern.
Pflanzliche Lebensmittel sollen weniger Steuern haben.
Tierische Lebensmittel sollen mehr Steuern haben.
Das Modell
Wir schlagen drei Steuersätze vor:
- Bio-Pflanzen (Obst, Gemüse): 0% Steuern
- Normale Pflanzen: 7% Steuern
- Tierische Produkte (Fleisch, Milch, Eier): 19% Steuern
Bio bedeutet: zertifiziert nach EU-Regeln.
Tierische Produkte sind z.B. Fleisch, Käse, Eier.
Warum diese Änderung?
Umwelt und Natur.
Tierhaltung braucht viel Fläche.
75% der Fläche ist für Tierfutter.
Nur 11% für Pflanzen zum Essen.
Das schadet der Natur sehr.
Tierhaltung verursacht auch viel CO2.
Das sind 14,5% aller Treibhausgase.
Weniger Fleisch = weniger Schaden.
Wasser
Tierhaltung braucht sehr viel Wasser.
Ein Drittel des Wassers für Tiere.
Das ist ein großes Problem.
Gesundheit
Pflanzliche Lebensmittel sind gesund.
Sie haben viele Vitamine.
Weniger Fleisch ist besser für den Körper.
Das hilft gegen Krankheiten.
Zum Beispiel Diabetes oder Herzinfarkt.
Tier-Wohlbefinden
Weniger Fleisch = weniger Tierleid.
Bessere Haltungsbedingungen für Tiere.
Das ist ethisch richtig.
Vorteile für Bauern
Bio-Bauern bekommen finanzielle Hilfe.
Sie können besser wirtschaften.
Investitionen werden leichter.
Einfach und praktisch
Das System ist nicht kompliziert.
Die Verwaltung bleibt übersichtlich.
Keine hohen Zusatzkosten für Menschen.