Wahlprogramme

GRÜNE Politik für Münster, das ist entschlossene Politik für Klimaschutz, Demokratie, Gerechtigkeit, Migration und starke Stadtteile.

Klima- und Naturschutz – weil jede Entscheidung zählt

Klimaschutz und der Erhalt der Artenvielfalt sind unsere dringendsten Aufgaben: mehr Grünflächen, weniger Autoverkehr und eine sozial gerechte Energiewende. Klimaschutz betrifft jede Entscheidung – vom Wohnungsbau bis zur Kulturförderung. Klimaneutralität 2030 bleibt unser Ziel, denn jedes Zehntelprozent CO2 zählt.

Demokratie verteidigen – Vielfalt stärken

Demokratie ist keine Selbstverständlichkeit. Wir verteidigen Vielfalt und Rechtsstaatlichkeit gegen rechte Hetze und populistische Erzählungen. Eine lebendige Stadtdemokratie braucht Orte der Begegnung, eine starke Zivilgesellschaft und echte Teilhabe – besonders für junge Menschen. Sie wollen wir stärken, damit sie sich selbstbewusst für die plurale Demokratie einsetzen können.

Gerechtigkeit, Gleichstellung, Inklusion – eine Stadt für Alle

Eine Stadt für alle ist eine Stadt der gleichen Chancen und ohne Barrieren, eine Stadt, die Armut bekämpft und vor Diskriminierung schützt. Wir fördern die gesellschaftliche Teilhabe marginalisierter Gruppen und stärken Maßnahmen gegen Antifeminismus, Rassismus und Queerfeindlichkeit.

Migration – Münsters Zukunft

Migration in Münster ist eine Erfolgsgeschichte. Unsere Stadt war noch nie so vielfältig und international wie heute. Wir setzen auf Teilhabe statt Ausgrenzung – in allen Bereichen des städtischen Lebens. Alle Menschen, ob zugezogen oder alteingesessen, sollen die Stadt mitgestalten können – das macht eine demokratische Einwanderungsstadt aus.

Starke Stadtteile – ganz Münster im Blick

Starke Stadtteile sind das Rückgrat eines lebenswerten Münsters. Wir fördern Quartiersentwicklung, soziale Infrastruktur und gezielte Investitionen in benachteiligte Viertel. Unser Ziel ist eine gerechte Stadtentwicklung mit Begegnung und Teilhabe für alle.

Wir GRÜNE denken Münster ganzheitlich – sozial gerecht, klimafreundlich und zukunftsfähig. Dafür brauchen wir Mut, Zusammenhalt und die Mitwirkung aller.

KURZ & KNAPP: Kommunalwahlprogramm 2025

Die Bekämpfung der Klimakrise ist eine der größten Aufgaben unserer Zeit. Auch auf kommunaler Ebene tragen wir Verantwortung für den Klimaschutz und für kommende Generationen. Für uns GRÜNE gilt: Klimaschutz ist nicht verhandelbar. Der Schutz unserer natürlichen Lebensgrundlagen steht im Zentrum unserer politischen Entscheidungen. Damit Münster wirklich zur Klimastadt wird: klimagerecht, zukunftssicher und lebenswert für alle.

Wer GRÜN wählt, stimmt für...

  • den weiteren Ausbau von Wind- und Solarenergie und sozial verträgliche Umsetzung der Wärmewende.
  • eine zukunftsweisende Verkehrswende in Münster: mit mehr Platz und Ressourcen für Bus, Bahn, Rad- und Fußverkehr.
  • Investitionen in eine klimagerechte Stadtplanung, die Umwelt- und Klimaschutz und soziale Gerechtigkeit zusammendenkt.
  • die Stärkung von Natur- und Artenschutz und mehr Grün in allen Stadtteilen. 

 

Klimaschutz und Energiewende

Die Klimakrise ist längst auch in Münster spürbar: Hitze, Starkregen und steigende Energiepreise zeigen, wie dringend eine ambitionierte kommunale Klimapolitik ist. Wir GRÜNE setzen auf eine klimaneutrale Stadt bis 2030. Mit einer gerechten und sozialverträglichen Energiewende, die Versorgungssicherheit schafft. Wir stärken die kommunale Verantwortung für Klimaschutz: Die Stadtwerke bauen wir zu einem aktiven Treiber der Energiewende aus. Windkraft- und PhotovoltaikProjekte in Stadt und Region sorgen für sauberen Strom – auch für Industrie und Gewerbe. Solaranlagen auf Dächern werden gefördert, in Altbaugebieten baurechtlich erleichtert. Zusätzlich entstehen Freiflächenanlagen an Infrastrukturachsen, ergänzt durch Bürger*innenbeteiligung und ökologische Standards. Unsere Wärmeversorgung machen wir klimaneutral, verlässlich und bezahlbar. Der kommunale Wärmeplan liefert die Grundlage für Planungssicherheit beim Heizungstausch. Die Fernwärme bauen wir aus und stellen sie auf Erneuerbare um – mit Geothermie, Großwärmepumpen, Solarthermie. Auch Nahwärmenetze in Stadtteilen wie Roxel oder Hiltrup transformieren wir schrittweise zur Klimaneutralität. Für Gebäude ohne Anschlussmöglichkeit fördern wir Wärmepumpen und Energieberatung. Mit dem Förderprogramm „Klimafreundliche Wohngebäude“ und durch vereinfachte Genehmigungsverfahren erleichtern wir den Umstieg. Der Ausstieg aus fossilem Gas wird geplant: Wir setzen auf eine geordnete, etappenweise Rücknahme der Gasinfrastruktur statt auf deren Weiterbetrieb ohne Zukunftsperspektive. Energieeffizienz ist ein Schlüssel zum Erfolg: Die Stadtwerke werden zum aktiven Energiedienstleister mit dynamischen Stromtarifen und smarter Messtechnik. Besonders einkommensschwache Haushalte unterstützen wir gezielt, zum Beispiel über Stromsparchecks. Auch Unternehmen erhalten neue Anreize für Investitionen in Effizienz.

Erfolge der letzten Ratsperiode:

  • Münster ist Spitzenreiter bei Solar- energie unter deutschen Großstädten
  • Stadtwerke bieten ausschließlich Ökostrom an und investieren in Windkraft und Speicher
  • Wärmewende mit Geothermie, Fernwärmeausbau und kommunalem Wärmeplan auf den Weg gebracht

 

Umwelt, Naturschutz und Landwirtschaft

Wir setzen uns für eine lebenswerte Stadt mit gesunder Umwelt, artenreicher Natur und nachhaltiger Landwirtschaft ein. Klimaschutz und Artenvielfalt sind für uns untrennbar miteinander verbunden. Unsere Grünflächen machen wir naturnäher und resilienter: mit dem Schwammstadt-Prinzip, Entsiegelung, Regenwasserspeicherung und klimaangepasster Gestaltung. Wiesen und Grünstreifen werden seltener gemäht, Wildblumen gefördert, Laub und Totholz bleiben liegen. Durch gezielte Renaturierung von Flächen – wie Mooren oder Gewässern – stärken wir Biodiversität und Klimaschutz zugleich. Die Baumschutzsatzung entwickeln wir weiter. Für jeden gefällten Baum sollen zwei neue gepflanzt werden. Hauseigentümer*innen erhalten kostenlose Bäume zur Begrünung. Lichtverschmutzung verringern wir durch gezielte Umrüstung der Straßenbeleuchtung auf umweltverträgliche Technik. In der Landwirtschaft setzen wir auf Regionalität und Ökologie. Wir steigern den Anteil ökologisch bewirtschafteter städtischer Flächen auf mindestens 30 % und fördern biodiversitätsfreundliche PV-Anlagen (Agri-PV, Biodiversitäts-PV). Bei der Flächenvergabe priorisieren wir ökologische, soziale und bodenschonende Kriterien. Nachhaltige Ernährung ist Teil unserer Politik: Wir stärken solidarische Landwirtschaftsmodelle, fördern den Anbau in Gemeinschaftsgärten und legen essbare Orte insbesondere in benachteiligten Quartieren an. In Kitas und Schulen erhöhen wir den Anteil von Bio-, vegetarischen und regionalen Produkten. Wir sagen der Vermüllung den Kampf an: Mit einer Verpackungssteuer und einem verbindlichen Mehrwegsystem reduzieren wir Abfälle. Die kommunale Kreislaufwirtschaft bauen wir aus – mit mehr Reparatur- und Tauschangeboten. Auch Luftqualität und Lärmschutz stärken wir: durch Tempo 30 und intelligente Verkehrssteuerung.

Erfolge der letzten Ratsperiode:

  • Einführung der Baumschutzsatzung und Gründachpflicht
  • Glyphosatverbot auf städtischen Ackerflächen ab 2025, Verpachtung nach ökologischen Kriterien ab 2026
  • Schutz des Naherholungsgebiets Europareservat Rieselfelder durch Durchfahrverbote für den motorisierten Durchgangsverkehr

 

Mobilitätswende

Wir machen Münster zu einer Stadt für Menschen - nicht für Autos. Eine konsequente Verkehrswende ist zentral für Klimaschutz, Sicherheit, Gesundheit und Lebensqualität. Wir GRÜNE schaffen Platz für Bus-, Rad- und Fußverkehr, reduzieren den Autoverkehr und sorgen für die gute Erreichbarkeit aller Stadtteile. Wir bauen das Radwegenetz 2.0 aus, verbessern die Radwegequalität, gestalten Kreuzungen sicherer und fördern Fahrradstraßen. Die Promenade wird fahrrad- und fußverkehrsfreundlicher. Fahrradparken wird so organisiert, dass parkende Räder nicht den Fußverkehr behindern. Wir sorgen für barrierefreie Gehwege, längere Ampelphasen, mehr Zebrastreifen und mehr beschattete Sitzgelegenheiten. Gegen Gehwegparken, blockierende Mülltonnen und E-Scooter gehen wir entschieden vor. Der Busverkehr wird schneller, dichter und besser vernetzt. Mit schnellen Linien im 5- bis 10-Minutentakt, verbessertem Nachtbusangebot, Verbindungen zwischen den Stadtteilen und ohne Umweg über den Hauptbahnhof schaffen wir attraktive Alternativen zum Auto. Der Fernbusbahnhof und der Busbahnhof am Hauptbahnhof müssen neu geordnet bzw. überplant werden. Mobilstationen sorgen für komfortable Umstiege. Carsharing und nachhaltige Lieferlogistik (etwa durch Lastenräder) entlasten Altstadt und Innenstadt. Hier stärken wir die Rahmenbedingungen für privatwirtschaftliche Lösungen. Das Bewohner*innenparken in Wohnquartieren wird ausgeweitet, die Parkraumbewirtschaftung konsequent und fair gestaltet. Die Altstadt wird autofrei – mit Ausnahmen für Menschen mit Mobilitätseinschränkungen, Liefer- und Handwerksverkehre, Einsatzkräfte und Pflegedienste. Der Bült wird vom Durchgangsverkehr befreit und zum attraktiven Altstadtraum, wichtige Straßen wie Hammer Straße und Wolbecker Straße werden menschenfreundlich umgebaut. Wir lehnen neue Straßen außerhalb neuer Gewerbe- oder Wohngebiete und weiterhin den Ausbau von B51 und Eschstraße ab.

Erfolge der letzten Ratsperiode:

  • Domplatz autofrei und Straßenraum umverteilt, wie hier: Fahrradstraßen Bohlweg, Schillerstraße, Lindberghweg, Fair Parken Melchersstraße, Umweltspur Warendorfer Straße
  • Neue Busspuren, Bevorrechtigung der Busse durch intelligente Ampelsteuerung und Elektrifizierung der Busflotte zu 60 %
  • Ausbau der Kanalpromenade und der Velorouten ins Umland
  • Beschluss des Integrierten Parkraumkonzepts und Einführung weiterer Bewohnerparkzonen 

 

Stadtplanung und regionale Zusammenarbeit

Stadtentwicklung muss klimaresilient, Flächenschonend und sozial gerecht sein. Münster soll als Klimastadt wachsen – mit starken Quartieren und enger Zusammenarbeit mit dem Umland. Wir stellen uns dem Zielkonflikt zwischen dem Schutz der Fläche vor Versiegelung auf der einen Seite und dem Bedarf an Fläche auf der anderen Seite. Wir priorisieren die Innenentwicklung vor Neuversiegelung. Nachverdichtung, Aufstockung und Brachflächennutzung gehen vor Neubau auf der grünen Wiese. Grünzüge und Frischluftschneisen bleiben tabu für Bebauung. Die Grünordnung machen wir zum verbindlichen Instrument kommunaler Planung. Neue Quartiere planen wir urban, vielfältig und klimafreundlich. Die fünf Modellquartiere Oxford, York, Busso-Peus, Kanalkante und Steinfurter Straße stehen exemplarisch für unsere Vision: kurze Wege, soziale Infrastruktur, autoarme Mobilität, nachhaltige Energie. Auf regionaler Ebene setzen wir auf abgestimmte Wohn- und Gewerbeflächenentwicklung sowie Mobilitätsplanung. Die Kooperation mit Nachbarkommunen stärken wir – für faire Lastenverteilung und gemeinsame Lösungen.

Erfolge der letzten Ratsperiode:

  • Klimagerechte Bauleitplanung für Neubaugebiete und ökologische Gebäudeleitlinien für städtische Gebäude
  • Konzeptvergaben etabliert und genossenschaftliches Bauen gefördert
  • Modellquartiere mit sozialen und ökologischen Standards gestartet
  • Einfluss auf den Regionalplan genommen für weniger Flächenverbrauch und mehr Flächeneffizienz

 

Bauen

Münster wächst, und mit der Stadt wächst auch die Verantwortung, nachhaltig zu bauen. Für uns GRÜNE liegt der Schlüssel dazu in ökologischer, sozialer und wirtschaftlicher Bauweise sowie im verantwortungsvollen Umgang mit dem Gebäudebestand. Wir setzen auf Sanierung und Umnutzung statt Abriss, auf Flächensparende und ökologisch wertvolle Neubauten und die Wiederverwendung von Baumaterialien. Mit dem Wachstum der Stadt steigt der Bedarf an Schulen, Kitas und anderer städtischer Infrastruktur. Öffentliche Gebäu de werden zu Vorbildern für nachhaltiges Bauen. Die Bauwerke GmbH sorgt für zügigen Schulbau bei hoher Qualität. Die von uns auf den Weg gebrachten Gebäudeleitlinien stellen sicher, dass öffentliche Gebäude hohen energetischen und ökologischen Standards entsprechen und zugleich eine hervorragende Arbeits- und Lernumgebung bieten. Neubauten dürfen Münsters CO2 -Budget nicht weiter belasten. Unser Ziel ist, Gebäude nachhaltig, Flächeneffizient und ökologisch zu errichten – sowohl beim Thema Energie als auch beim Material. In Zeiten des Klimawandels müssen auch Maßnahmen zur Klimaanpassung zentraler Bestandteil öffentlichen Bauens sein, etwa durch grüne Dächer und Fassaden. Sie tragen durch Verdunstung und Verschattung zur Kühlung der Umgebung bei und entlasten durch Rückhalt von Niederschlägen die Kanalisation. Die Bürger*innen werden wir über das Förderprogramm „Klimafreundliche Wohngebäude“ bei der Durchführung einer energetischen Sanierung weiter unterstützen. Zudem bauen wir quartiersbezogene Beratungs- und Managementkonzepte auf, um den Gebäudebestand klimafreundlich zu modernisieren – für gutes Wohnen in allen Stadtteilen, ob im Eigentum oder zur Miete.

Erfolge der letzten Ratsperiode:

  • Über 11 Mio. € jährlich in energe- tische Sanierung investiert
  • Stadthaus 4 entsteht als klima- neutrales Verwaltungsgebäude
  • Bauwerke GmbH gegründet und das Schulbauprogramm gestärkt

Münster ist eine Stadt mit Perspektive – für Kinder, Jugendliche, Erwachsene und Senior*innen, für Menschen mit Behinderung, mit und ohne Migrationsgeschichte, für Familien, Einzelpersonen und alle Lebensentwürfe. Wir GRÜNE stehen für eine kommunale Politik, die das Leben in all seiner Vielfalt fördert und absichert. Unser Anspruch ist eine solidarische Stadt, die soziale Gerechtigkeit, Teilhabe, Bildungschancen und gesundheitliche Versorgung für alle ermöglicht.

Wer GRÜN wählt, stimmt für...

  • Bildungsgerechtigkeit, lebenslanges Lernen und moderne Schulen in allen Stadtteilen.
  • frühkindliche Förderung, Familienunterstützung und Kinderrechte als Richtschnur.
  • Jugendbeteiligung, Freiräume und soziale Gerechtigkeit für junge Menschen.
  • Gesundheit und Pflege für alle – wohnortnah, präventiv, diskriminierungsfrei.
  • inklusive, nachhaltige Sport- und Kulturangebote für eine vielfältige Gesellschaft.
  • Teilhabe, Anerkennung und Lebensqualität für ältere Menschen in allen Quartieren.

 

Bildung

Unsere vielfältige Stadtgesellschaft braucht ein Bildungssystem, das niemanden zurücklässt. Unser Ziel ist Bildungsgerechtigkeit – von der Kita bis zur beruflichen Weiterbildung. Deshalb setzen wir uns für eine frühkindliche Förderung ein, die Chancengleichheit schafft, und priorisieren dabei – angesichts begrenzter Ressourcen – Stadtteile mit besonderen Herausforderungen. Den Ausbau der Gesamtschulen führen wir fort, um allen Kindern wohnortnah ein längeres gemeinsames Lernen zu ermöglichen. Wir investieren in moderne Schulgebäude, digitale Bildung und Ganztagsangebote von hoher pädagogischer Qualität. Schulen sollen zu inklusiven Lernorten werden. Deshalb behalten wir Barrierefreiheit und die unterschiedlichen Bedürfnisse der Kinder im Blick. Wir setzen auf multiprofessionelle Teams und gezielte Schulsozialarbeit als Fundament für gerechte Bildung in Münster. Wir stärken die politische Bildung, fördern Demokratieprojekte an Schulen und ermöglichen allen Schüler*innen den Besuch von Gedenkstätten. Außerschulische Lernorte wie die Villa ten Hompel und die Jugendverbände bleiben wichtige Partner für die wehrhafte Demokratie. Wir fördern Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE), bauen Kooperationen mit Umweltzentren aus und gestalten Schulmensen als Orte der Ernährungsbildung. Schüler*innen erhalten Zugang zu gesundem Schulessen und Trinkwasserspendern. Angebote zur Sensibilisierung und Prävention in den Themenfeldern Sucht, Gewalt, psychische Gesundheit und allen Formen von Diskriminierung werden wir finanziell fördern und bekannter machen. Zudem unterstützen wir Projekte, die einen reflektierten und kritischen Umgang mit digitalen Medien fördern. Lebenslanges Lernen ist ein Grundpfeiler grüner Bildungspolitik. Wir stärken die Volkshochschule, Weiterbildungskollegs und Berufskollegs mit neuen Formaten, digitaler Infrastruktur sowie Beratungs- und Unterstützungsangeboten – insbesondere auch für Menschen mit Migrationsbiografie. Hochschulen und Wissenschaft als wichtige Bestandteile unserer lebendigen Stadt wollen wir stärker mit Stadtgesellschaft, Verwaltung und Zivilgesellschaft vernetzen.

Erfolge der letzten Ratsperiode:

  • Dritte städtische Gesamtschule eröffnet, die vierte ist im Aufbau
  • Rekordinvestitionen in Schulbau und digitale Ausstattung
  • Ausbau der OGS-Betreuung und Stärkung der Schulsozialarbeit
  • Förderprogramm für Demokratieprojekte an Schulen initiiert
  • Kostenlose Hygieneartikel an Schulen

 

Kinder und Familien

Wir stehen für ein Münster, in dem auch Kinder aus benachteiligten Verhältnissen groß träumen dürfen und junge Menschen sicher großwerden können. Deswegen wollen wir Münster zur kinderfreundlichen Kommune machen, in der Kinderrechte in allen Bereichen handlungsleitend werden. Zu viele Kinder wachsen auch in Münster in oder mit Armut auf. Mit der kommunalen Familienfördergarantie wollen wir dem etwas entgegensetzen und sicherstellen, dass alle Familien unbürokratisch die Unterstützung erhalten, auf die sie Anspruch haben – durch eine Bringschuld der Verwaltung, die Bündelung von Leistungen und eine zentrale Beratungsstelle. Die Kindertagesbetreuung muss für Kinder und Eltern verlässlicher und zugänglicher werden. Wir werden die Betreuungsinfrastruktur bedarfsgerecht ausbauen – mit Fokus auf unterversorgte Stadtteile, faire Elternbeiträge und gesicherte Finanzierung der Träger. Um Verlässlichkeit zu gewährleisten, werden wir unsere Bemühungen zur Fachkräftegewinnung und -sicherung verstärken. Wir schaffen Ausbildungskapazitäten, begleiten junge Fachkräfte besser in der Praxis und entlasten die Leitungen und Fachkräfte in Kitas. Für die optimale frühkindliche Förderung erhalten Bewegung, gesunde Ernährung und Sprachförderung mehr Raum – sowohl in den Einrichtungen als auch auf den naturnah gestalteten Außenflächen. Spielplätze und öffentliche Räume werden inklusiv gestaltet, damit alle Kinder – mit und ohne Behinderung – gleichberechtigt teilhaben können. In Zukunft werden Kinder mit erhöhtem Unterstützungsbedarf besser in Regelsysteme integriert. Dabei sichern wir den Trägern unsere intensive Begleitung und Unterstützung zu. In der Jugendhilfe setzen wir auf frühzeitige Unterstützung, Familienzentren, Kitasozialarbeit und den Erhalt präventiver Angebote. Bei Schulbegleitungen streben wir flexible Poollösungen an, um schneller auf Bedarfe reagieren zu können. Die Strukturen im Kinderschutz werden wir weiter optimieren, damit die Jüngsten immer und überall bestmöglich geschützt sind.

Erfolge der letzten Ratsperiode:

  • Kita-Träger finanziell gestützt und Kita-Standorte erhalten
  • Elternbeiträge sozial gerechter gestaltet
  • Babylotsen ausgeweitet
  • Kitasozialarbeit etabliert
  • Fachkräftegewinnung und -sicherung durch Unterausschuss und Koordinierungsstelle

 

Jugend

Jugendliche brauchen Freiräume. Deswegen schaffen wir konsumfreie Treffpunkte in allen Stadtteilen, sichern die Jugendzentren und setzen uns für neue Jugendräume in zentraler Lage ein. Schulhöfe und Sporthallen sollen außerhalb der Unterrichtszeiten flexibel nutzbar sein. Wirksame Mitbestimmung von Jugendlichen stärkt unsere Demokratie. Wir schaffen dafür ein Gesamtkonzept für Kinder- und Jugendbeteiligung, durch das wir die etablierten Beteiligungsstrukturen – den Jugendrat, den Jugendring und die Bezirksschüler*innenvertretung – stärken, verknüpfen und zielgruppenorientiert ergänzen. Junge Menschen verdienen gleiche Chancen. Deswegen bauen wir die Schulsozialarbeit dort aus, wo sie am nötigsten ist. Für ganzheitliche Unterstützung verbessern wir die Vernetzung mit anderen Unterstützungsangeboten in den Stadtteilen und fördern niedrigschwellige Beratung.

Erfolge der letzten Ratsperiode:

  • Jugendrat und Stadtjugendring gestärkt
  • Aufsuchende Jugendsozialarbeit in Coerde ausgebaut
  • Neue Sport- und Treffpunkte, Skate- und Pumptrack-Anlagen geschaffen

 

Alter

Wir arbeiten weiter daran, Münster zur altersfreundlichen Stadt zu machen. Dafür gestalten wir Stadtteile barrierefrei, schaffen Treffpunkte, mehr Sitzgelegenheiten im öffentlichen Raum, stärken das Ehrenamt und die politische Beteiligung. Ältere Menschen sollen ihre Lebenswelt aktiv mitgestalten können – in der Kommunalen Seniorenvertretung und darüber hinaus. Das digitale Leben wird durch Schulungen und Leihangebote zugänglich, gleichzeitig bleiben analoge Wege erhalten. Maßnahmen gegen Einsamkeit werden wir verstärken – durch wohnortnahe Dritte Orte und das solidarische Miteinander der Generationen.

Erfolge der letzten Ratsperiode:

  • WHO-Netzwerk „Age-friendly Cities“ beigetreten
  • Quartiersplanung altersgerecht angelegt
  • Barrierefreien Wohnraum ausgebaut
  • Senior*innenkonzepte und Quartier- treffpunkte in Stadtteilen eingeführt

 

Sport

Sport verbindet. Das wichtige ehrenamtliche Engagement der Sportvereine werden wir weiter unterstützen. Gemeinsam mit den Vereinen und Initiativen schaffen wir die Rahmenbedingungen für einen nachhaltigen, zugänglichen und diskriminierungsfreien Sport. Wir fördern die Gleichstellung im Sport und die Prävention (sexualisierter) Gewalt durch Schutzkonzepte. Wir ermöglichen die flexible Nutzung von Sportstätten, treiben die Sportstättenentwicklung voran, weiten Sportboxen und andere Angebote aus und machen sie sichtbarer. Durch Kooperationen mit Vereinen, Bürgerbad-Initiativen und gezielter Personalgewinnung schaffen wir die Rahmenbedingungen zur Förderung der Schwimmfähigkeit von Anfang an.

Erfolge der letzten Ratsperiode:

  • Aus- und Neubau von Sportstätten, barrierefreien Sportanlagen und Aufstellung von Sportboxen in den Quartieren
  • Special Olympics in Münster als Zeichen für Inklusion im Sport
  • Umbau LVM-Preußenstadion begonnen
  • Sportstättenentwicklungsplanung beschlossen

 

Kultur

Kultur schafft Identität, Begegnung und Teilhabe. Dafür schaffen wir die notwendige Infrastruktur und Förderung. Wir stärken freie Szene, städtische Kultureinrichtungen, Stadtteilkultur und kulturelle Bildung. Die kulturelle Teilhabe von marginalisierten Gruppen und die Sichtbarkeit diverser Perspektiven sind uns besonders wichtig. Die Erinnerung an Verbrechen des Nationalsozialismus, Kolonialgeschichte und diskriminierende Strukturen bleibt Auftrag für die Zukunft. Wir fördern neue Formen der Erinnerung, unterstützen zivilgesellschaftliche Projekte und setzen uns für einen intersektionalen Blick auf Geschichte ein – gegen das Vergessen, für Demokratie und Menschenrechte.

Erfolge der letzten Ratsperiode:

  • Musikförderkonzept auf den Weg gebracht
  • Kulturelle Bildung für Kinder über „Kulturstrolche“ und „Kulturrucksack“ gestärkt
  • Förderung der Stadtteilkultur personell und finanziell umgesetzt
  • B-Side als selbstverwaltetes soziokulturelles Zentrum unterstüzt

 

Gesundheit und Pflege

Gute Gesundheit darf kein Privileg sein. Wir setzen auf wohnortnahe, diskriminierungsfreie Gesundheitsangebote in allen Quartieren – durch Gesundheitskioske, mobile Dienste, inklusive Arztpraxen und niedrigschwellige Beratung. Die Clearingstelle für Menschen ohne Versicherung werden wir langfristig sichern, ebenso den Notfalltopf für medizinische Akuthilfe. Der kommunale Hitzeaktionsplan als Gesundheitsschutz in der Klimakrise wird konsequent umgesetzt. Präventive Angebote werden wir stärken – mit Fokus auf Bewegung, Ernährung und psychische Gesundheit. Die AIDS-Hilfe, die medizinische Versorgung von trans Personen, queeren und wohnungslosen Menschen sowie die Prävention bei Kindern werden wir gezielt fördern. Psychische Gesundheit ist für uns ein zentrales Thema. Wir setzen auf wohnortnahe Krisenhilfe, niedrigschwellige Tagesstruktur- und Teilhabeangebote und Peer-toPeer-Beratung. Wir verbessern gezielte präventive Angebote zum Beispiel für Kinder und Jugendliche, queere Menschen und Geflüchtete. Pflege entwickeln wir quartiersorientiert weiter – mit ambulanter Pflege, PflegeWGs, Kurzzeitpflege, präventiven Hausbesuchen und Beratung. Unser Ziel ist eine dezentrale Pflegeinfrastruktur, die Teilhabe und Selbstbestimmung ermöglicht. Pflege soll diskriminierungssensibel und inklusiv sein. Im Sinne einer generationensensiblen Pflege schaffen wir gezielt mehr Wohnformen und Tagespflegekapazitäten für jüngere Menschen mit Pflegebedarf. Die kommunale Pflegeplanung wird verbindlich fortgeschrieben und ausgeweitet, die Fachkräfteausbildung ausgebaut und die Anerkennung ausländischer Abschlüsse vereinfacht. Pflegende Angehörige werden wir durch zusätzliche Unterstützung im Wohnumfeld entlasten. Wir begreifen es als Gemeinschaftsaufgabe der Stadtgesellschaft, bei allen zukünftigen Stadtentwicklungs-, Wohn- und Bauvorhaben frühzeitig die nötige Infrastruktur für gute Pflege einzuplanen.

Erfolge der letzten Ratsperiode:

  • Gesundheitsprojekte und Hitze- prävention in Quartieren gefördert
  • Clearingstelle für Menschen ohne Krankenversicherung etabliert
  • Pflegebedarfsplanung etabliert und ausgeweitet
  • Pflege-WGs und Quartierskonzepte gefördert

Münster ist eine vielfältige Stadt und soll für alle Menschen lebenswert und gerecht sein. Wir GRÜNE setzen uns für ein solidarisches Miteinander ein, das Inklusion, Chancengleichheit und soziale Sicherheit in den Mittelpunkt stellt. Wir schaffen gute Bedingungen für bezahlbares Wohnen und soziale Teilhabe, setzen uns für Gleichstellung und gegen Rassismus ein und gestalten unsere vielfältige Einwanderungsstadt zusammen mit allen Münsteraner*innen.

Wer GRÜN wählt, stimmt für...

  • bezahlbaren Wohnraum für alle – sozial, ökologisch und barrierefrei.
  • den Ausbau des Sozialpasses „Münster-Pass“, um Teilhabe für alle zu sichern.
  • eine Inklusive Stadt mit barrierefreien Angeboten in allen Lebensbereichen.
  • konsequentes Engagement gegen Rassismus und Diskriminierung.
  • eine Willkommenskultur gegenüber internationalen Arbeitskräften sowie Schutz und Perspektiven für Geflüchtete.
  • Gewaltschutz und Geschlechtergerechtigkeit in allen städtischen Gremien und Strukturen.

 

Wohnen

Wohnen ist ein Grundrecht und darf kein Luxus sein. Wir GRÜNE setzen auf bezahlbaren Wohnraum durch nachhaltigen Neubau, insbesondere von Mehrfamilienhäusern, barrierefrei und für alle Lebenslagen. Wir stärken gemeinwohlorientierte Wohnformen wie Genossenschaften und die städtischen Wohnbaugesellschaften, um bezahlbaren Wohnraum dauerhaft zu sichern und vor Profitstreben zu schützen. Wir streben die Gründung einer Bürgergenossenschaft an, die Wohnungen im Bestand mit privatem und städtischem Kapital ankaufen und sanieren kann. Diese Genossenschaft soll den Mieter*innen selbst gehören und möglichst vom städtischen Vorkaufsrecht profitieren. Leerstand und Spekulation begegnen wir durch aktive Bodenpolitik, Erbbaurecht und Ankaufpolitik. Bestehender Raum soll besser genutzt werden – durch Umbau von Gewerbeflächen, Dachausbau und Einliegerwohnungen. Der geförderte Wohnungsbau bleibt für uns weiterhin zentral. In jedem neuen Baugebiet im Außenbereich sollen auf städtischen Flächen 60 % geförderte Wohnungen entstehen. Stadtweit streben wir eine überdurchschnittliche Quote von 40 % gefördertem Wohnraum in Neubaugebieten an. Dabei nutzen wir seit Jahren erfolgreich das Instrument der Sozialgerechten Bodennutzung (SoBoMü). Wir setzen uns für den Bau von Azubi-Wohnheimen ein und werden dafür in neuen Baugebieten gezielt Flächen ausweisen. Für Studierende soll zusätzlicher Wohnraum in neuen Quartieren sowie durch zusätzliche Studierendenwohnheime entstehen. Für Familien und Ältere schaffen wir passenden, großzügigen und barrierefreien Wohnraum und fördern gezielt Mehrgenerationenwohnen und alternative Wohnformen, die neben bezahlbarem Wohnraum auch den sozialen Zusammenhalt stärken. Gegen hohe Mieten setzen wir auf Wohnraumschutzsatzungen, Erhaltungssatzungen, Beratungsangebote und einen gestärkten Mieter*innenschutz. Wohnungslosigkeit wollen wir bis 2030 drastisch senken – durch Housing First, den Schutz besonders vulnerabler Gruppen und dezentrale Unterstützung vor Ort.

Erfolge der letzten Ratsperiode:

  • Münster ist Spitzenreiter beim Wohnungsneubau in NRW
  • Über 50 Mio. € an Grundstücken für mehr geförderten Wohnraum an die Wohn- + Stadtbau übertragen
  • Förderung genossenschaftlichen Wohnens, wie Projekt „Grüner Weiler“
  • Initiative zum Aufbau einer Sozialen Wohnraumagentur und Wohnungsvermittlung

 

Soziale Teilhabe

Grüne Politik steht für eine gleichberechtigte gesellschaftliche Teilhabe aller Menschen. Alle Münsteraner*innen müssen alle Zugang zu sozialen, kulturellen und politischen Angeboten haben. Dazu werden wir Barrieren abbauen und Zugänge schaffen, um Partizipation, Teilhabe und Teilnahme zu fördern und Perspektivlosigkeit, Isolation und Einsamkeit zu verhindern. Unsere Sozialpolitik setzt auf Selbstbestimmung statt Entmündigung – sie soll Menschen befähigen, ihr Leben eigenständig zu gestalten. Unser besonderes Augenmerk liegt dabei auf Menschen in schwierigen Lebenslagen. Unser Ziel sind inklusive Stadtteile und Sozialräume. Bis 2030 werden wir in allen Stadtteilen Quartiersstützpunkte und -treffs etablieren. Sie bieten wohnortnah professionelle soziale Beratungs- und Unterstützungsangebote, insbesondere für Kinder, Jugendliche und ältere Menschen. Bestehende Einrichtungen und Nachbarschaftsinitiativen unterstützen wir in ihrer Arbeit. Stadtteile, in denen viele sozial benachteiligte Menschen leben, haben wir dabei besonders im Blick. Begegnungsorte und Treffpunkte ohne Konsumzwang – sogenannte Dritte Orte – sind zentral für soziale Teilhabe und gesellschaftlichen Zusammenhalt. Für sie werden wir ein Förderprogramm ins Leben rufen. Ein „Runder Tisch Dritte Orte“ soll gemeinsam Ideen sammeln, wie bestehende Angebote ergänzt und weiterentwickelt werden können, um Begegnung zu ermöglichen und Einsamkeit entgegenzuwirken. Wir sehen die Stadt in der Bringschuld, Menschen dabei zu unterstützen, dass sie ihnen zustehende Sozialleistungen in Anspruch nehmen und nicht aus Unkenntnis, Scham oder wegen sprachlicher Barrieren davon abgeschnitten sind. Für Menschen in akuten Notlagen schaffen wir unbürokratische Hilfen. Der Münster-Pass wird ausgebaut. Schuldenberatung, Suchthilfe und Sozialberatung wollen wir stärken. In der Unterstützung wohnungsloser Menschen berücksichtigen wir die besonderen Bedarfe von jungen Meschen, Frauen und queeren Personen.

Erfolge der letzten Ratsperiode:

  • Ausbau der Quartierskonzepte mit neuen Treffpunkten und stärkerem Management
  • Umfassender Masterplan Wohnungslosenhilfe: neue Wohnangebote, präventive Hilfen, gezielte Unterstützung für Frauen, Jugendliche, Familien
  • Weiterentwicklung und Absicherung des Münster-Passes zur Förderung gesellschaftlicher Teilhabe

 

Inklusion von Menschen mit Behinderung

Inklusion ist Menschenrecht. Die Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention ist die Leitlinie unserer Politik und selbstverständliche gesellschaftliche Teilhabe ist für uns ein zentrales Anliegen. Inklusion muss ein universelles Prinzip aller Prozesse und Planungen in der Stadt sein. Wir bauen Barrieren in allen Lebensbereichen ab: beim Wohnen, in der Mobilität, bei Veranstaltungen und in der Verwaltung. ÖPNV, Haltestellen, Toiletten und die App für Münster müssen barrierefrei werden. Wir werden die Verwendung Leichter Sprache in der Stadtverwaltung vorantreiben und setzen uns für Assistenzhund-Freundlichkeit ein. Diskriminierungen an den Schnittstellen von Behinderung, Migration oder Geschlecht werden wir abbauen.

Erfolge der letzten Ratsperiode:

  • Umsetzung des Aktionsplans „Münster auf dem Weg zur inklusiven Stadt“
  • Neuorganisation des Fahrdienstes für mehr Flexibilität
  • Handlungskonzept „Inklusive Beteiligung“ eingeführt
  • Beschluss zur inklusiven Umgestaltung aller Spielplätze
  • Verbindlicher Bau barrierefreier und bedarfsgerechter Wohnungen in allen neuen Wohnquartieren und -projekten

 

Gegen Rassismus

Rassismus gehört für viele Menschen zum Alltag. Sie erfahren Diskriminierung bei der Wohnungssuche, in Ämtern und Behörden, in der Freizeit sowie durch Polizei und Justiz. Wir setzen uns dafür ein, die Stadtgesellschaft gegen Rassismus und jede Form der Diskriminierung zu stärken. Angesichts der Erfolge der AfD ist diese Aufgabe drängender denn je. Münster braucht eine unabhängige Antidiskriminierungsstelle – zunächst mit Schwerpunkt Rassismus, später für alle Diskriminierungsformen. Für Beratungsstellen und Gruppen von Betroffenen schaffen wir verlässliche Förderung und mehr Sichtbarkeit. In der Stadtverwaltung machen wir Beschwerdemöglichkeiten bekannter und bauen rassismuskritische Fortbildungen aus.

Erfolge der letzten Ratsperiode:

  • Aktive Mitgestaltung des neuen „Migrationsleitbilds 2025 | 2030“ im Münster-Konsens
  • Festhalten an dezentraler, klein- teiliger Unterbringung Geflüchteter trotz gesellschaftlichem Druck 

 

Migration

Münster ist eine Stadt der Vielfalt. Noch nie hat es in Münster ein so junges, vielfältiges und plurales, ein so migrantisches, jüdisches, muslimisches, PoC-Leben gegeben wie heute. Diese Vielfalt lassen wir uns nicht nehmen – weder von einer Partei noch von irgendeiner Gruppe, die Menschen verachtet. Wir GRÜNE setzen uns für eine inklusive Politik ein, die von, für und mit Menschen mit Migrationsbiografie gestaltet wird. Daher verankern wir Migration als Querschnittsthema stärker in sämtlichen Politikfeldern. Wir wollen eine inklusive Verwaltung, mehrsprachige Kommunikation und machen das Amt für Migration und Integration zu einer Willkommensbehörde mit guten Services. Sie soll Ermessensspielräume nutzen, damit Menschen in Münster bleiben können. Das Bleiberecht für Geduldete mit Arbeit oder Ausbildung wollen wir sichern. Auch in der Verwaltung werden wir mehr Menschen mit Migrationsbiografie einstellen. Münster braucht internationale Arbeitskräfte, um die kommenden Herausforderungen zu meistern. Deshalb unterstützen wir Menschen, die bereits hier sind, beim Einstieg in den Arbeitsmarkt und arbeiten daran, dass Münster für internationale Fachkräfte attraktiv bleibt. Wir fördern Sprachkurse, Beratung, Qualifikations- und Integrationskurse und bieten Unternehmen, die internationale Arbeitskräfte einstellen, feste Ansprechpersonen in der Verwaltung. Strukturell benachteiligte Quartiere werden besonders unterstützt – mit Kitas, Schulen und Sozialarbeit. Schutzbedürftige Gruppen wie LSBTIQ*, Geflüchtete mit Behinderung oder Frauen erhalten besondere Unterstützung. Wir stärken Projekte gegen Rassismus und für Demokratie und würdigen das Engagement von Migrant*innen-Selbst-Organisationen, Neuen Deutschen Organisationen, migrantischen Kunstprojekten und Initiativen von und für Münsteraner*innen mit Migrationsbiografie.

Erfolge der letzten Ratsperiode:

  • Unterstützung steigender Einbürgerungen durch beschleunigte Verfahren und neue Stellen
  • Verhinderung der Einführung einer diskriminierenden Bezahlkarte für Geflüchtete
  • Initiative zum Aufbau eines Welcome Desk für internationale Fachkräfte
  • Förderung der interkulturellen Öffnung der Stadtverwaltung

 

Gleichstellung

Gleichstellung ist das Fundament einer lebendigen Demokratie und sozialer Gerechtigkeit. Wir GRÜNE stehen für eine feministische Politik, die Geschlechtergerechtigkeit zum Ziel hat. Dabei erkennen wir an, dass Menschen mit verschiedenen sexuellen Identitäten und Orientierungen unterschiedlich von patriarchalen Strukturen betroffen sind. Gewalt gegen Frauen und queere Menschen bekämpfen wir durch die kommunale Umsetzung der Istanbul Konvention, sichere Unterkünfte, die Stärkung von Beratungsstellen und Schutzkonzepte – auch zu digitaler Gewalt. Schwangerschaftsabbrüche sollen sicher und wohnortnah möglich sein. Für Frauen und Mädchen mit körperlichen, geistigen, psychischen Besonderheiten wollen wir in Praxen und Krankenhäusern Barrieren abbauen. Wir setzen uns für eine niedrigschwellige gesundheitliche Versorgung von Sexarbeiter*innen ein. Stadtplanung muss gendersensibel sein – mit sicheren Wegen, Unisextoiletten und guter Nahversorgung. Angsträume müssen umgestaltet werden und Freizeitflächen für alle nutzbar sein. Wir fördern queeres Leben in Schulen, Kitas und in der Öffentlichkeit. Die Stadt als Arbeitgeberin muss Gleichstellung durch flexible Arbeitsmodelle, geteilte Führung und Quotierung umsetzen. Gender Budgeting macht sichtbar, wer von Investitionen, Förderungen und Zuschüssen aus dem städtischen Haushalt profitiert. In der Politik werden wir mehr Frauen und Queers sichtbar machen – durch Mentoring, Empowerment und quotierte Gremienbesetzung.

Erfolge der letzten Ratsperiode:

  • Aktionsplan zur kommunalen Umsetzung der Istanbul Konvention gegen Gewalt an Frauen
  • Mehr Personal für Frauenberatungsstellen und Täterarbeit
  • Erstellung des Aktionsplans LSBTIQ* unter breiter Beteiligung
  • Rote Bank als Mahnmal gegen Gewalt an Frauen vor dem Stadthaus 1
  • Sichtbarkeit für queere Geschichte und queeres Leben (Regenbogen- Symbole im Stadtbild, FrauenOrt NRW für Anastasius Rosenstengel)
  • Einführung kostenloser Menstruationsprodukte an Schulen
  • Sensibilisierung für Versorgungslücken bei Schwangerschaftsabbrüchen und Aufbau einer Koordinierungsstelle

Wir GRÜNE stehen für eine Stadt, die ökologisch, sozial gerecht und zukunftsfähig gestaltet ist. In der vergangenen Ratsperiode haben wir wesentliche Erfolge erzielt: Die Innenstadt wurde trotz Krisen gestärkt, neue Leitlinien für Gewerbeflächen geschaffen, innovative Projekte wie „Battery City“ realisiert, der soziale Arbeitsmarkt ausgebaut und digitale Services verbessert. Münster konnte fünf Haushalte ohne Haushaltssicherung vorlegen – ein Beleg für solide grüne Finanzpolitik.

Wer GRÜN wählt, stimmt für...

  • unkomplizierte und serviceorientierte Prozesse.
  • nachhaltige Gewerbeentwicklung mit Fokus auf Flächenschonung, kleine Betriebe und Innovationsförderung.
  • einen chancengerechten Arbeitsmarkt für alle und die interkulturelle Öffnung der Verwaltung.
  • barrierefreie Mitwirkung von Einwohner*innen und einen Ausschuss für Einwohner*innenbeteiligung.
  • klare Haltung gegen Rechts und Schutz vor queerfeindlichen, rassistischen und sexistischen Angriffen.
  • eine effziente, nachhaltige Haushaltssteuerung.

 

Wirtschaft und Arbeit

Eine starke Wirtschaft sichert Arbeitsplätze und Investitionen. Münster zeigt, dass wirtschaftlicher Erfolg, soziale Verantwortung und ökologische Nachhaltigkeit zusammengehören und sich ergänzen können. Wir setzen auf nachhaltiges Wachstum, Bürokratieabbau und gute Rahmenbedingungen. Wir fördern die Innenstadt und die Stadtteilzentren als Orte des Handels, der Kultur und Begegnung. Leerstände wollen wir kreativ und gemeinwohlorientiert nutzen. Den Zentrenfonds bauen wir aus und stärken lokale Initiativen. Auch nachhaltiger Tourismus, Kongresse und Fachmessen bleiben wichtige Impulse. Dem Fachkräftemangel begegnen wir mit besseren Bildungsangeboten, Integration und attraktiven Bedingungen für das Handwerk. Wir stärken Start-ups, Technologieunternehmen und die Zusammenarbeit von Wissenschaft und Wirtschaft. Schnelle Genehmigungen und Digitalisierung der Verwaltung schaffen Raum für Innovation. Mit Beratung, dem Projekt Ökoprofit und gezielten Förderungen unterstützen wir Unternehmen auf dem Weg zur Klimaneutralität. Bei öffentlichen Vergaben achten wir auf soziale, ökologische und regionale Aspekte. In unserer Stadt fördern wir das Miteinander von Arbeitnehmer*innen und Unternehmen. Damit „inklusiver Arbeitsmarkt“ und „Arbeitsmarktintegration“ keine leeren Worte bleiben, müssen alle Stellen, die für die Integration von Menschen in den Arbeitsmarkt nötig sind, zusammenwirken. Das Ziel grüner Arbeitsmarktpolitik ist ein inklusiver, chancengerechter Arbeitsmarkt. Wir stärken Jugendberufsagentur, Arbeitsmarktintegration und den sozialen Arbeitsmarkt. Besonders unterstützen wir Menschen mit Behinderung, Alleinerziehende und Menschen mit Migrationserfahrung. Münster soll Vorbild für Vielfalt und Inklusion sein. Wir bauen Bildungsberatung und Netzwerke aus, um Fachkräfte zu gewinnen und Unternehmen fit für die Zukunft zu machen. 

Erfolge der letzten Ratsperiode:

  • Zentrenfonds zur Stärkung der Innenstadt
  • Nachhaltige Gewerbeflächenplanung
  • „Battery City“ – Münster als grüner Innovationsstandort
  • Kommunales Programm für Langzeitarbeitslose gesichert und Beratungsstelle zur Vermeidung von Leistungslücken im Jobcenter
  • Interkulturelle Öffnung der Verwaltung und Welcome Desk für ausländische Fachkräfte beschlossen

 

Demokratie

Wir GRÜNE stärken die demokratische Beteiligung auf allen Ebenen. Ratssitzungen werden live übertragen, Mitwirkungsformate digital und niedrigschwellig ausgebaut. Wir setzen uns für einen Ausschuss für Einwohner*innenbeteiligung ein. Dieser Ausschuss soll Anregungen der Bürger*innen als Anträge nach § 24 der Gemeindeordnung NRW behandeln, sich mit Beschwerden befassen und die städtischen Beteiligungsverfahren steuern und mitgestalten. Zu konkreten Themen wollen wir geloste Einwohner*innenräte einsetzen, die Münsters Vielfalt abbilden und die Arbeit der gewählten kommunalpolitischen Gremien ergänzen. Auch andere Beteiligungsmöglichkeiten werden wir ausweiten – insbesondere für junge Menschen, die bei politischen Entscheidungen oft übersehen werden und nicht mitreden dürfen. Mit Runden Tischen und einem Wettbewerb „Demokratie leben in Münster“ wollen wir politisches Engagement fördern. Die Bezirksvertretungen und Initiativen in den Stadtteilen werden wir weiterhin aktiv in Entscheidungsprozesse einbinden. Nachbarschaftsfonds ermöglichen es lokalen Gruppen, mit kleineren Beträgen ihre Ideen zur Verbesserung ihrer Nachbarschaft umzusetzen. Auf Landesebene setzen wir uns dafür ein, dass Ausländer*innen aus Nicht-EUStaaten nach drei Jahren Lebensmittelpunkt in Münster wählen dürfen – denn sie sind Teil unserer Stadtgesellschaft. Wir GRÜNE treten klar gegen Rassismus, Diskriminierung und rechte Hetze ein. Viele zivilgesellschaftliche und antifaschistische Gruppen sorgen in Münster dafür, dass extrem rechte Parteien in Münster wenig Einfluss haben – und das soll so bleiben. Wir GRÜNE verstehen uns als Teil dieser Bewegung und engagieren uns in Bündnissen wie „Keinen Meter den Nazis“. Im Wahlkampf nehmen wir an keiner Veranstaltung teil, zu der Vertreter*innen der AfD eingeladen sind.

Erfolge der letzten Ratsperiode:

  • Liveübertragung von Ratssitzungen
  • „Leitorientierungen für eine Gute Öffentlichkeitsbeteiligung“ etabliert
  • Hansa-Forum zur Stärkung der lokalen Selbstverwaltung gefördert

 

Sicherheit

Sicherheit ist viel mehr als „Recht und Ordnung“. Deshalb engagieren wir GRÜNE uns in zahlreichen Politikfeldern für mehr Sicherheit in der Stadt: in der Verkehrspolitik, der Stadtplanung, der Klimapolitik, der Sozialpolitik oder der Gleichstellungspolitik. Wir wollen, dass alle Menschen sich im öffentlichen Raum frei bewegen können und vor gewalttätigen, queerfeindlichen und rassistischen Angriffen sicher sind. In Münster soll es keine Angsträume geben. Dazu tragen eine übersichtliche Verkehrssituation, Beleuchtung und eine gepflegte Umgebung bei. Illegales Ablegen von Müll werden wir konsequent verfolgen, das Problem der Schrott-Fahrräder gehen wir an. Temporeduzierungen und eine faire Umverteilung des Verkehrsraums leisten durch mehr Platz und gute Infrastruktur einen Beitrag, das Ziel von null Verkehrstoten – die so genannte „Vision Zero“ – zu erreichen. Am Hauptbahnhof setzen wir uns dafür ein, dass soziale, ordnungsrechtliche, hygienische und stadtplanerische Maßnahmen Hand in Hand gehen. Die Szene werden wir nicht aus dem Bahnhofsumfeld verdrängen. Wir bemühen uns weiter um eine räumliche Lösung für das Drogenhilfezentrum INDRO und befürworten eine gemeinsame Wache von Polizei und Ordnungsamt. Feuerwehr und Rettungsdienst statten wir mit moderner Technik aus. Bei der Nachwuchsgewinnung ist uns wichtig, gezielt auch Frauen, queere Menschen und Menschen mit Migrationsgeschichte anzusprechen. Feuerwehrhäuser werden als Orte der Begegnung geöffnet, das Ehrenamt gestärkt und die Katastrophenvorsorge krisenfest gemacht. An Silvester werden wir die Sicherheitszonen mit Verbot von privatem Feuerwerk in der Innenstadt soweit wie rechtlich möglich ausweiten, um Menschen und insbesondere Einsatzkräfte zu schützen.

Erfolge der letzten Ratsperiode:

  • Nachtbürgermeister*innen für eine sichere Nachtkultur
  • Für mehr Verkehrssicherheit Tempo- 30-Zonen ausgeweitet und Straßenraum umverteilt
  • Aktionsplan zur kommunalen Umsetzung der Istanbul Konvention gegen Gewalt an Frauen
  • Feuerwehr und Rettungsdienste durch Personal und Technik verstärkt

 

Internationales

Münster lebt internationale Solidarität. Gerade der Krieg gegen die Ukraine zeigt: Demokratie und Frieden müssen international verteidigt werden. Münster als Friedensstadt zeigt hier klar Haltung. Münsteraner*innen helfen der Ukraine mit Spenden, Evakuierungen und medizinischer Versorgung. Das Engagement in Winnyzja werden wir weiter unterstützen. Unsere zehn Städtepartnerschaften fördern interkulturelles Verständnis und europäische Integration. Bürger*innenbegegnungen, Austauschprojekte und die Unterstützung der Partnerschaftsvereine wollen wir sichern. Die Projektpartnerschaft mit Tamale in Ghana soll zu einer Partnerschaft werden. Wir setzen uns weiterhin für den grenzüberschreitenden Austausch in der Euregio, den Eurocities und bei Erasmus-Projekten ein. Der Bildungs- und Schüler*innenaustausch soll für alle Schulformen möglich sein.

Erfolge der letzten Ratsperiode:

  • Neue Städtepartnerschaft mit Enschede, Ausbau mit Winnyzja
  • Twin-City-Games und Erasmus-Projekte gefördert
  • 375-Jahre-Friedensfeier und Internationale Friedenskonferenz
  • Partnerschaft mit Tamale (Ghana) auf den Weg gebracht

 

Finanzen

Stabile Finanzen sichern Münsters Handlungsfähigkeit. Wir GRÜNE stehen für die Balance zwischen Haushaltsdisziplin und Zukunftsinvestitionen – für einen Haushalt, der sich an klaren Zielen wie Klimaneutralität, sozialer Gerechtigkeit und Infrastrukturqualität orientiert. Dazu gehört eine vorausschauende Sanierungsstrategie, die Gebäude energetisch modernisiert und ihre Lebensdauer verlängert. Wir entwickeln Gender Budgeting weiter und stärken städtische Unternehmen als Partner bei der sozial-ökologischen Transformation. Öffentliche Vergaben werden vereinfacht und ökologisch sowie sozial verantwortungsvoll gestaltet. Wir setzen auf einen nachhaltigen Finanzkreislauf. Künftig wollen wir Bürger*innen mit einer Zukunftsanleihe ermöglichen, direkt in Münsters nachhaltige Vorhaben zu investieren.

Erfolge der letzten Ratsperiode:

  • Fünf Haushalte ohne Haushaltssicherung trotz Krisen
  • Entlastung für Mieter*innen durch eine differenzierte Grundsteuer
  • Green Bonds erfolgreich ausgegeben
  • Nachhaltige Finanzanlagen etabliert

 

Digitalisierung und Verwaltung

Bürger*innen und Unternehmen erwarten von der Stadtverwaltung zu Recht eine zügige, freundliche und verständliche Unterstützung. Wir GRÜNE wollen mit einer modernen, digitalen Verwaltung den Service verbessern. Digitalisierung soll Prozesse vereinfachen, Mitarbeitende entlasten und Zeit für persönliche Anliegen schaffen. Dabei setzen wir auf eine Verwaltung, die verständlich, empathisch und barrierefrei ist – digital und analog. Eine App für Münster soll städtische Angebote bündeln und sicheren Zugang zu Services bieten. Ein digitaler Assistent hilft bei Anliegen, kann direkt Kontakt zur Verwaltung herstellen und als Feedback-Tool genutzt werden. Standardisierte und automatisierte Prozesse sollen die Bearbeitung von Anträgen schneller machen. Künstliche Intelligenz kann dabei Entscheidungen vorbereiten oder – wo rechtlich möglich – automatisieren. Unsere Verwaltung braucht flexible Arbeitsmodelle, mobiles Arbeiten und moderne Führung. Teamarbeit, gute Fehlerkultur und Diversitätskompetenz stärken die Zusammenarbeit. Wir setzen uns für eine wirkungsorientierte Steuerung ein – mit klaren Zielen, messbaren Erfolgen und transparenter Wirkung, etwa über ein digitales Dashboard. Digitale Angebote müssen für alle zugänglich sein. Wir sichern Barrierefreiheit, schaffen kostenfreie Nutzungsmöglichkeiten und fördern Medienkompetenz – besonders für Ältere. Wir setzen auf Open Source, europäische Anbieter und eine robuste Sicherheit der digitalen Infrastruktur. Datenschutz und datensparsame Lösungen gehören für uns zusammen. Open Data bleibt für uns ein wichtiges Prinzip. Wir fördern digitales Ehrenamt, unterstützen Hacker- und Makerspaces sowie lokale Initiativen. Wir stärken echte Beteiligung – quartiersbezogen, mehrsprachig und barrierefrei. Eine zentrale Stabsstelle koordiniert zukünftig die Beteiligungsprozesse und sorgt für eine Erfolgskontrolle.

Erfolge der letzten Ratsperiode:

  • Digitale Bürgerservices ausgebaut
  • 90 % der Haushalte mit Gigabit- Internet versorgt, 5G ist flächendeckend verfügbar
  • Fachkräftegewinnung und Arbeitgeberattraktivität der Stadt verbessert