Inklusion ist ein Menschenrecht – und Menschenrechte sind nicht verhandelbar. Die UN-Behindertenrechtskonvention und deren Umsetzung ist die Leitlinie unserer Politik. Deshalb ist dem Grünen Kreisverband Münster der Abbau von Barrieren, die inklusive Grundausrichtung und eine soziale Inklusion, die alle mit einschließt, ein zentrales Anliegen.
Inklusion soll deshalb als universelles Prinzip für alle Prozesse zugrunde gelegt werden.
Jeder Mensch hat eigene Wünsche und Träume. Sie können sich auf die Berufswahl beziehen, auf Freizeitaktivitäten oder auf die Selbstbestimmung über die Wohnform, in der man leben möchte. Die Chancen, sich eigene Ziele zu stecken und diese zu erreichen, müssen in einer diversen und inklusiven Gesellschaft für alle gegeben sein. Dies gilt auch für politische Teilhabe.
Im Rat der Stadt haben wir die Erarbeitung inklusiver Beteiligungsformen mit initiiert und auf den Weg gebracht. Der hierzu von Menschen mit Behinderung erarbeitete Leitfaden „Inklusive Beteiligung“ soll auch für uns Orientierung sein für eine schrittweise barrierefreie und inklusive Gestaltung.
In unserem Kreisverband wollen wir daher jegliche Hindernisse abbauen und Inklusion leben. Die ersten Schritte dazu sind bereits umgesetzt, andere in Arbeit. Wir laden zu unseren Kreismitgliederversammlungen (KMVen) an Orte ein, die barrierefrei zugänglich sind. Unsere Geschäftsordnung wurde bereits angepasst, um Menschen mit Redehindernissen eine Redezeitverlängerung zu ermöglichen. Im Grünen Zentrum ist ein Raumplan zur Orientierung mit entsprechender Beschriftung der Räume vorhanden. Um weiterhin an guten Beteiligungsmöglichkeiten zu arbeiten, wollen wir folgendes beachten:- Orte, an die wir einladen, sollen barrierefrei zugänglich und im Umweltverbund per Fahrrad/Dreirad, zu Fuß, mit Rollstuhl oder Rollator und per ÖPNV barrierefrei erreichbar sein - Das Redepult soll höhenverstellbar sein (in Arbeit) - Für Menschen mit Hörbeeinträchtigungen wollen wir technische Möglichkeiten ausschöpfen und einen Pool an möglichen Schriftdolmetscher*innen vorhalten (auch ehrenamtlich durch Mitglieder möglich) - ein Ruheraum soll v.a. bei längeren KMVen eingerichtet, gekennzeichnet und darauf hingewiesen werden - bei Einladungen zu Veranstaltungen sollen die Unterstützungsbedarfe erfragt werden - Unsere Website soll überarbeitet und dabei auch die Barrierefreiheit im Blick behalten werden - Einladungen, wichtige Informationen und Texte wollen wir auch in leichter Sprache herausgeben, soweit es die Ressourcen zulassen. Hierfür prüfen wir, ob und inwieweit der Einsatz künstlicher Intelligenz hilfreich ist Wir wollen zudem in unseren KMVen auf eine teilhabegerechte Moderation achten: - Im Rahmen der Begrüßung sollen räumliche und zeitliche Orientierung gegeben werden (Räumlichkeiten, ggf. auch technische Hilfsmittel und Dolmetscher*innen vorstellen, Programm, Pausen und Ablauf klären) - Die Moderation weist auf nicht zu vermeidende Barrieren hin - Die Moderation bemüht sich um eine korrekte Anwendung von möglichen Hilfsmitteln - Die Moderation achtet darauf, in angemessenem Tempo, alltagsnah und verständlich zu sprechen. - Sie kann, wenn möglich, Ergebnisse zusammenfassen und Zwischenschritte und Ziele transparent machen - Die Moderation lässt Raum für Rückfragen - Für Menschen mit Sehbehinderungen sollten wichtige Darstellungen und Vorgänge beschrieben werden - Die Moderation kennt Informationen für den Notfall und gibt sie ggf. an das Publikum weiter Wir wollen weiterhin ausschöpfen, was mit Blick auf unsere Ressourcen im Kreisverband möglich ist, um Betroffenen eine weitgehend diskriminierungsfreie und gewinnbringende Teilnahme an unseren Veranstaltungen und KMVen zu ermöglichen. Hierfür werden die Mitarbeitenden in unserer Geschäftsstelle sowie der Vorstand ansprechbar sein für die Bedarfe unserer Mitglieder und Hilfen so gut als möglich an die Hand geben. Dafür wollen wir die Einrichtung einer Inklusions-Kommission (analog zur aktuellen BIPoC-Kommission) in den Blick nehmen.
Bei der Umsetzung der Barrierefreiheit werden wir auch die Expertise der Expert*innen in eigener Sache nutzen.
Wir Grünen in Münster werden uns darüber hinaus weiterhin für die Umsetzung der UN-BRK und eine Inklusive Stadtgesellschaft einsetzen.
Inklusion ist ein Recht für alle Menschen
Inklusion bedeutet: Alle Menschen gehören dazu. Das ist ein Menschenrecht. Wir von den Grünen in Münster finden das sehr wichtig. Wir wollen Hindernisse abbauen. Wir wollen, dass alle Menschen überall teilnehmen können.
Was möchten wir erreichen?
Jeder Mensch hat eigene Wünsche. Manche möchten einen bestimmten Beruf. Manche möchten in ihrer Freizeit bestimmte Dinge tun. Manche möchten selbst bestimmen, wo sie wohnen. Das soll für alle Menschen möglich sein. Auch bei politischen Entscheidungen sollen alle mitbestimmen können.
Was haben wir schon getan?
Unsere Veranstaltungen finden an Orten statt, die man leicht erreichen kann. Wir haben unsere Regeln geändert. Menschen mit Sprach-Schwierigkeiten bekommen mehr Zeit zum Reden. In unserem Büro gibt es einen Plan der Räume.
Was wollen wir noch verbessern?
- Die Orte sollen für alle erreichbar sein (mit Rollstuhl, Fahrrad, zu Fuß, mit Bus und Bahn)
- Das Rednerpult soll höher und niedriger werden können
- Menschen, die nicht gut hören, bekommen Hilfe (zum Beispiel Schrift-Dolmetscher)
- Es soll einen ruhigen Raum geben bei langen Treffen
- Wir fragen nach, welche Hilfe Menschen brauchen
- Unsere Website wird besser (auch leichter zu benutzen)
- Wichtige Texte schreiben wir in Leichter Sprache
Wie leiten wir unsere Treffen?
- Am Anfang sagen wir: Wo sind die Räume? Wie lange dauert es? Wer hilft mit?
- Wir sagen, welche Hindernisse es noch gibt
- Wir passen die Sprache an (nicht zu schnell, nicht zu kompliziert)
- Wir fassen zusammen, was wir beschlossen haben
- Wir beantworten Fragen gerne
- Für Menschen, die nicht gut sehen, beschreiben wir wichtige Dinge
- Wir wissen, was im Notfall zu tun ist
Wer hilft uns?
Unser Team in der Geschäftsstelle antwortet auf Fragen. Der Vorstand hilft auch. Wir holen uns Rat von Menschen, die Erfahrung mit Behinderung haben. Wir denken über eine spezielle Gruppe für Inklusion nach.
Wir Grünen in Münster setzen uns weiter ein für Inklusion. Das ist unser Ziel für eine gerechte Stadt.