Der Kreisverband unterstützt das Ziel der digitalen Souveränität ausdrücklich. Er hält es
für erforderlich, sich damit auseinanderzusetzen, dieses Ziel politisch für die Stadt und
Verwaltung anzugehen, aber auch im eigenen Handeln damit zu beginnen und sichtbar
umzusetzen.
Der Vorstand wird beauftragt,
- eine Bestandsaufnahme der eingesetzten digitalen Infrastruktur durchzuführen oder
durchführen zu lassen. Diese soll alle Hardware- und Software-Bestandteile wie
Betriebssysteme, Cloud-Dienste, Videokonferenzsysteme, Messenger, Office-Software,
Speicherlösungen sowie weitere wesentliche digitale Dienste umfassen; es ist zu
prüfen, ob eine regelmäßige Bestandsaufnahme Teil des jährlichen
Nachhaltigkeitsberichts sein kann; - auf Grundlage dieser Bestandsaufnahme einen Fahrplan (Digitalstrategie) zur weiteren
schrittweisen Stärkung der digitalen Souveränität des Kreisverbandes zu erarbeiten.
Dieser soll konkrete Maßnahmen, Prioritäten, Zeiträume und Verantwortlichkeiten
enthalten; - den Einsatz des derzeit verwendeten Videokonferenzsystems Zoom hinsichtlich
Datenschutz, digitaler Souveränität, Funktionalität und verfügbarer Alternativen zu
bewerten und einen Vorschlag für eine zeitnahe Umstellung vorzulegen; - bei allen Maßnahmen offene Standards, Interoperabilität und – soweit praktikabel –
Open-Source-Lösungen bevorzugt zu berücksichtigen; - bei der Umsetzung auch den erforderlichen Schulungs- und Unterstützungsbedarf der
Mitglieder und Mitarbeitenden zu berücksichtigen.
Die Umsetzung soll schrittweise sowie unter Berücksichtigung von Wirtschaftlichkeit,
Praktikabilität und bestehenden technischen Abhängigkeiten erfolgen. Der Vorstand kann
hierfür interne oder externe Dienstleistende beauftragen bzw. externe fachliche
Unterstützung hinzuziehen.
Digitale Unabhängigkeit für unseren Verband
Der Kreisverband will digital unabhängig werden. Das ist wichtig für Datenschutz und Sicherheit. Der Vorstand soll einen Plan machen.
Was der Vorstand tun soll:
- Aufschreiben, welche digitale Technik wir nutzen. Das sind Computer, Programme und Online-Dienste.
- Prüfen, ob wir das jedes Jahr berichten können.
- Einen Plan machen für mehr digitale Unabhängigkeit. Der Plan soll Ziele, Zeiträume und Verantwortung enthalten.
- Das Programm Zoom überprüfen. Ist es sicher? Gibt es bessere Programme?
- Offene und kostenlose Programme bevorzugen (Open Source).
- Die Mitglieder schulen und unterstützen.
Die Umstellung passiert schrittweise. Der Vorstand kann Fachleute beauftragen.
Warum ist das wichtig?
Digitale Unabhängigkeit bedeutet: Wir kontrollieren unsere eigenen Daten. Wir sind nicht abhängig von großen Firmen. Das ist wichtig für Demokratie und Sicherheit.
Bündnis 90/Die Grünen setzt sich überall für digitale Unabhängigkeit ein. Unser Verband soll das auch tun. So zeigen wir, dass es möglich ist.
Alles auf einmal umzustellen ist schwierig. Deshalb machen wir es Schritt für Schritt. So sammeln wir Erfahrung. Das hilft auch anderen Gruppen der Partei.