In einem gemeinsamen Statement erklären sich Münsters Grüne und die Münsteraner Grüne Jugend solidarisch mit den Protesten gegen den AfD-Bundesparteitag in Erfurt. Laut Ansicht der Grünen sei es eine demokratische Pflicht, sich dieser Partei und ihrer rechtsextremen Gesinnung laut und entschieden zu widersetzen.
Kreisverbandssprecherin Birgit Wolters kommentiert:
„In den letzten Jahren mussten wir beobachten, wie sich die AfD in ihren Positionen, Personen und Äußerungen immer mehr radikalisiert hat. Die AfD ist keine Partei wie jede andere und sollte daher auch nicht so behandelt werden. Noch nie seit dem Ende der Weimarer Republik war es so wahrscheinlich wie jetzt, dass eine in weiten Teilen rechtsextreme Partei in Deutschland politische Macht erhält. Daher ist es nun Aufgabe aller Demokrat*innen, laut und entschlossen für freiheitlich-demokratische Werte einzustehen und mit allen demokratischen Mitteln gegen den AfD-Parteitag zu demonstrieren.“
Kim Degner, ergänzt für die parteieigene Arbeitsgruppe Demokratie und Antifaschismus:
„Die AfD ist aktuell die größte Bedrohung für unsere Demokratie. Eine AfD-Alleinregierung beispielsweise in Sachsen-Anhalt hätte unmittelbare und gefährliche Konsequenzen für demokratische Institutionen, marginalisierte Gruppen und besonders vulnerable Personen in diesem Bundesland. Grundrechte würden verletzt und Menschen nach willkürlichen Kriterien entrechtet werden. Es ist nun an der Zeit, sich den Bedrohungen durch die AfD entschieden zu widersetzen und mit allen demokratischen Mitteln dagegenzuhalten: in den Parlamenten, auf den Straßen und in der Gesellschaft.“
Daniel Cruismann erklärt abschließend für die Grüne Jugend:
„In Erfurt werden verschiedene zivilgesellschaftliche Organisationen und Bündnisse gemeinsam gegen die rechtsextreme AfD und ihre menschenverachtende Politik demonstrieren. Wir begrüßen diesen vielfältigen und friedlichen Protest in allen seinen Facetten ausdrücklich und solidarisch. Nur gemeinsam mit Bündnispartner*innen aus dem ganzen demokratischen Spektrum, von der Zivilgesellschaft bis zu den Parteien, können wir die AfD und ihre menschenfeindliche Ideologie stoppen.“
Zum Hintergrund
Am 04. und 05. Juli 2026 findet in Erfurt der nächste Bundesparteitag der AfD statt. Genau 100 Jahre nachdem im nahegelegenen Weimar auf dem zweiten Reichsparteitag der NSDAP die Hitlerjugend gegründet wurde, steht nun wieder eine rechtsextreme Partei davor, in Deutschland politische Macht zu übernehmen. Gemeinsam mit dem Aktionsbündnis widersetzen rufen viele zivilgesellschaftliche Initiativen zum Protest gegen den Bundesparteitag der AfD auf. Auch die Münsteraner Grünen und ihre Jugendorganisation schließen sich diesem Protestaufruf von widersetzen an.
Grüne protestieren gegen AfD-Parteitag
Die Grünen in Münster und die Grüne Jugend unterstützen die Proteste gegen den AfD-Parteitag in Erfurt. Sie sagen: Das ist eine Pflicht in der Demokratie (Staatsform, in der das Volk mitentscheidet).
Das sagen die Grünen
Birgit Wolters spricht für die Grünen. Sie sagt: "Die AfD ist immer extremer geworden. Sie ist keine normale Partei. Deshalb darf man sie nicht normal behandeln. Es ist sehr wahrscheinlich, dass die AfD bald Macht bekommt. Alle, die die Demokratie lieben, müssen jetzt laut Nein sagen. Sie sollen laut protestieren."
Kim Degner sagt: "Die AfD ist sehr gefährlich für die Demokratie. Wenn die AfD allein regieren würde, hätte das schlimme Folgen. Menschen würden ihre Rechte verlieren. Deshalb müssen wir alle jetzt handeln. Wir müssen überall protestieren: im Parlament, auf den Straßen, überall in der Gesellschaft."
Daniel Cruismann von der Grünen Jugend sagt: "Viele Gruppen und Organisationen protestieren in Erfurt zusammen. Das ist gut. Nur zusammen können wir die AfD stoppen."
Hintergrund
Am 4. und 5. Juli 2026 trifft sich die AfD in Erfurt. Vor 100 Jahren gründete die NSDAP (die Nazi-Partei) in der Nähe die Hitlerjugend. Jetzt droht eine neue extreme Partei Macht zu bekommen. Viele Gruppen rufen zum Protest auf. Die Münsteraner Grünen machen mit.