Birgit Wolters, Sylvia Rietenberg und Tobias Stieb

Münster Grüne begrüßen Vermögenssteuer-Vorstoß auf Bundesebene

Finanzen
GRÜNE Münster

08.10.2026

Mit großer Zustimmung haben Münsters Grüne auf die Steuerpläne der Grünen Bundestagsfraktion reagiert, extrem hohe Vermögen ab 500 Millionen Euro in Zukunft wieder zu besteuern. Die lokalen Grünen begrüßen den Vorschlag als wichtigen Impuls für mehr Gerechtigkeit in Deutschland.
Bundestagsabgeordnete Sylvia Rietenberg erläutert:

„Wir Grüne im Bundestag kämpfen für ein gerechtes Steuersystem als Fundament eines starken Gemeinwesens. Starke Schultern sollen mehr tragen als schwache. Allein durch das Schließen offenkundiger Gerechtigkeitslücken könnten Milliarden für das Gemeinwohl eingenommen werden.“

Sprecherin Birgit Wolters kommentiert:

„Wir erleben, dass die Haushalte auf allen staatlichen Ebenen immer mehr unter Druck geraten. Daher ist die Frage, wie wir wirksam gegensteuern können für uns zentral. Extrem hohe Vermögen in die Pflicht zu nehmen, ist da für uns genau der richtige Schritt. Wer so viel Geld zur Verfügung hat wie Deutschlands Superreiche, muss sich auch endlich in einem gerechten Maße an unserem Gesellschaftssystem beteiligen.“

Co-Sprecher Tobias Stieb ergänzt:

„Gerade Menschen mit hohen Vermögen zahlen durch Steuersparmodelle und Lücken im System oft eine geringere prozentuale Steuer als Menschen, die ihren Lebensunterhalt ausschließlich durch Arbeit verdienen. Das ist nicht gerecht und muss sich ändern. Der Ansatz unserer Bundestagsfraktion setzt hier genau an der richtigen Stelle an, da er nur wirklich Superreiche betrifft und dabei hilft, notwendige Zukunftsinvestition und ein gerechtes Sozialsystem zu sichern.“

 

Zum Hintergrund

Mit einem aktuellen Gesetzesentwurf fordert die Grüne Bundestagsfraktion hohe Vermögen ab 500 Millionen Euro mit 2% jährlich zu besteuern. Die Steuer soll langsam zu 3% auf Vermögen ab 1 Milliarde Euro ansteigen, bevor sie bei einem Vermögen von 10 Milliarden Euro ihren Höhepunkt von 4% erreicht. Mit der Grenze von 500 Millionen Euro betrifft sie außerdem nur die reichsten 0,0007 Prozent der deutschen Bürger*innen. In den vergangenen 10 Jahren hatten die weltweiten Milliardenvermögen eine durchschnittliche jährliche Rendite von 10% erzielt (Quelle: Zeit Online). Die Steuer trage also nur dazu bei, diese Rendite gerechter auf die Gesellschaft zu verteilen und greife nicht wirklich in das Vermögen der Superreichen ein.