Zum Ende des Frauenmonats März zeigen Münsters Grüne sich unzufrieden mit den aktuellen Entwicklungen im Bereich Gleichstellung in Deutschland und weltweit. Statt einer allmählichen Angleichung der Chancen und Lebensumstände seien in der letzten Zeit eher wieder gegensätzliche Entwicklungen zu beobachten, kritisieren die Grünen. Antifeministische Tendenzen griffen immer stärker um sich und würden für immer mehr Menschen anschlussfähig.
Kreissprecherin Birgit Wolters kommentiert:
„Der aktuelle Backlash gegen feministische Bewegungen ist für mich immer wieder aufs Neue schockierend. Während feministische Bewegungen ein gutes Leben für alle Menschen fordern, kämpfen antifeministische Bewegungen stattdessen mit aller Kraft darum, Machtverhältnisse zu zementieren und die Privilegien Einzelner auf dem Rücken aller anderen zu erhalten. Hier braucht es endlich auch mehr Engagement und Solidarität von Männern. Auch sie haben oft Nachteile durch patriarchale Strukturen. Nur gemeinsam können wir wirksam für mehr Geschlechtergerechtigkeit kämpfen.“
Christiane Schwab, frauenpolitische Sprecherin des Grünen Kreisverbands, ergänzt:
„Der Fall Collien Fernandes zeigt erneut, wie auch KI verwendet wird, um Frauen systematisch zu sexualisieren und auf ihr Äußeres zu reduzieren. Aus diesen neuen Enthüllungen müssen endlich echte Konsequenzen erfolgen. Täter fühlen sich offenbar immer noch viel zu sicher – auch, weil Gewalt im digitalen Raum noch zu oft folgenlos bleibt. Hier braucht es endliche wirksame rechtliche Regelungen, die sexualisierte Deepfakes unter Strafe stellen und Täter konsequent und in einem angemessenen Rahmen für ihre Taten bestrafen.“
Lisa Bücker, queerpolitische Sprecherin des Grünen Kreisverbands, kommentiert abschließend:
„Aber nicht nur Frauen sind negativ von patriarchalen Strukturen betroffen. Auch und gerade inter, nicht-binäre, trans und agender Personen leiden unter Ungleichbehandlung, Diskriminierung und Übergriffen. Auch hier gilt es, weiter hinzuschauen und Veränderungen einzufordern. Nur ein Feminismus, der alle diese Menschen berücksichtigt, kann wirklich dazu beitragen, endlich eine Gleichberechtigung aller Geschlechter zu erreichen. Nur gemeinsam sind wir stark genug, die notwendigen Veränderungen anzustoßen.“
Münsters Grüne: Gleichstellung geht nicht voran
Der März ist der Frauenmonat. Am Ende dieses Monats sagen Münsters Grüne: Es gibt ein großes Problem. Die Gleichstellung (das heißt: Frauen und Männer haben gleiche Rechte) geht nicht voran. Im Gegenteil: Es wird wieder schlechter.
Immer mehr Menschen sind gegen Frauenrechte. Das nennt man Antifeminismus. Die Grünen finden das sehr schlecht.
Birgit Wolters sagt:
„Ich bin schockiert. Feministische Bewegungen kämpfen für ein gutes Leben für alle. Antifeministische Bewegungen wollen Macht behalten. Sie wollen nicht teilen.
Auch Männer müssen hier mithelfen. Patriarchale Strukturen (das heißt: Männer haben mehr Macht) schaden auch Männern. Nur zusammen können wir etwas ändern."
Christiane Schwab sagt:
„Der Fall Collien Fernandes zeigt: Künstliche Intelligenz (das heißt: Computer) wird gegen Frauen benutzt. Man macht Fake-Videos von Frauen. Das ist sexuelle Gewalt.
Es muss endlich Gesetze geben. Diese Gesetze müssen solche Videos verbieten. Die Täter müssen bestraft werden."
Lisa Bücker sagt:
„Nicht nur Frauen haben Probleme. Auch trans Menschen, nicht-binäre Menschen und andere Menschen leiden. Sie werden diskriminiert und angegriffen.
Ein echter Feminismus muss alle diese Menschen schützen. Nur dann bekommen alle Menschen gleiche Rechte. Nur zusammen sind wir stark genug."