Münsters Grüne haben sich bestürzt über die Ausladung der Münsteraner Band Alphaville vom Glücksgefühle-Festival am Hockenheimring geäußert. Laut Ansicht der Grünen zeuge diese Entscheidung von einem falschen Verständnis politischer Neutralität.
Sprecherin Birgit Wolters kommentiert:
„Wer die Verteidigung unserer Demokratie gegen rechtsextreme Tendenzen als unerwünschte politische Meinungsäußerung bezeichnet, öffnet genau diesen Tendenzen Tür und Tor. Natürlich ist ein Festival kein Ort für parteipolitische Positionierungen, ein Bekenntnis zu demokratischen Grundpositionen sollte aber kein Grund für eine Festivalabsage sein.“
Co-Sprecher Tobias Stieb ergänzt:
„Kunst und Kultur spielen eine entscheidende Rolle bei der Verteidigung unserer Demokratie gegen ihre Feinde und waren schon immer ein Mittel, sich kritisch mit dem politischen Zeitgeist auseinanderzusetzen. Wer dies gerade in der aktuellen Zeit nicht sehen und Politik aus der Kultur heraushalten will, knickt vor rechtspopulistischer Meinungsmache ein und erweist unserer Demokratie einen Bärendienst.“
Münsters Grüne kritisieren Festival-Entscheidung
Die Grünen in Münster sind sehr enttäuscht. Die Band Alphaville aus Münster darf nicht beim Glücksgefühle-Festival auftreten. Das Festival findet am Hockenheimring statt.
Die Grünen sagen: Diese Entscheidung ist falsch. Sie zeigt ein falsches Verständnis von Neutralität (= keine Seite wählen).
Das sagt Sprecherin Birgit Wolters:
„Wer gegen Extremisten kämpft, macht politische Aussagen. Manche nennen das unerwünscht. Das ist falsch. So helfen wir den Extremisten. Ein Festival soll nicht für Parteien Werbung machen. Aber für Demokratie einzustehen ist kein Grund, eine Band nicht spielen zu lassen."
Das sagt Co-Sprecher Tobias Stieb:
„Musik und Kultur sind sehr wichtig. Sie helfen der Demokratie (= Herrschaft des Volkes). Kultur kann immer Politik kritisieren. Wer das jetzt nicht sieht, macht einen Fehler. Er hilft den Populisten (= Politikern mit extremen Aussagen). Das schadet unserer Demokratie."