Eine Fahrradstraße ist keine Autostrecke in die Stadt: Der Verkehrsausschuss hat heute (17.06.) am frühen Abend beschlossen, dass die Fahrradachse Schillerstraße/Lütkenbecker Weg/Linberghweg nach den Sommerferien für den motorisierten Durchgangsverkehr gesperrt wird.
Dazu erklärt Andrea Blome, Vorsitzende des Verkehrsausschusses und Sprecherin der Grünen Ratsfraktion:
„Eine Fahrradstraße als echte Fahrradstraße – das ist ein Erfolg für alle, die sicher und bequem mit dem Fahrrad aus Münsters Südosten zum Bahnhof, in die Innenstadt, zu ihren Schulen und Arbeitsplätzen unterwegs sind. Die Stadtverwaltung hat auf dieser Straße zahlreiche Maßnahmen getestet, um den Pkw-Durchgangsverkehr zu reduzieren und gefährliche Begegnungen zwischen Autofahrenden und Radler*innen zu verhindern. Alle waren vergeblich. Die Sperre ist somit bestens begründet, sie wird von Polizei und Ordnungsamt befürwortet. Wir Grüne haben uns deshalb dafür eingesetzt, dass sie jetzt auch eingerichtet werden kann.“
Und Christine Schulz, Grüne Ratsfrau für Gremmendorf, betont:
„Immer wieder konnte ich beobachten, wie die Fahrradstraße als Abkürzung in die Stadt genutzt und in viel zu hohem Tempo von Autos befahren wurde. Durch eine gut kontrollierte Sperrung muss es gelingen, den Autoverkehr in diesem Bereich auf ein Minimum zu reduzieren. Anwohnende werden mit dem Auto in Einzelfällen längere Wege fahren müssen, wir reden aber maximal von wenigen Minuten. Dem gegenüber steht ein hoher Gewinn an Sicherheit für alle Radfahrenden auf der Fahrradstraße. Davon profitieren Fahrradpendler*innen aus Münsters Südosten oder dem Umland, es profitieren aber auch zahlreiche Schulkinder auch aus den direkt angrenzenden Wohngebieten.“
Fahrradstraße wird für Autos gesperrt
Was ist passiert?
Der Verkehrs-Ausschuss hat beschlossen:
Die Fahrradstraße Schillerstraße/Lütkenbecker Weg/Linberghweg wird gesperrt.
Das bedeutet: Autos dürfen dort nicht mehr fahren.
Das beginnt nach den Sommerferien.
Warum wird die Straße gesperrt?
- Viele Autos fahren auf der Fahrradstraße.
- Sie fahren viel zu schnell.
- Das ist gefährlich für Fahrradfahrer*innen.
- Die Stadt hat vieles versucht, um das zu ändern.
- Nichts hat geholfen.
- Deshalb wird die Straße jetzt für Autos gesperrt.
Wem hilft das?
Die Sperrung hilft vielen Menschen:
- Fahrradfahrer*innen sind sicherer unterwegs
- Schüler*innen können sicher zur Schule fahren
- Berufstätige können sicher mit dem Fahrrad zur Arbeit fahren
- Menschen aus dem Umland können sicher in die Stadt fahren
Was bedeutet das für Autofahrer*innen?
Autofahrer*innen müssen längere Wege fahren.
Aber die längeren Wege sind nur wenige Minuten länger.
Der Gewinn an Sicherheit ist größer als der kleine Umweg.