Der Personalausschuss hat am Donnerstag (12.03.) beschlossen, dass im Jugendamt schrittweise Stellen wegfallen sollen – insbesondere bei der bislang sehr aufwändigen Berechnung von Elternbeiträgen.
Dazu erklärt Andrea Blome, Sprecherin der Grünen Ratsfraktion:
„Im Jugendamt sind aktuell etwa 20 Mitarbeitende mit der Bearbeitung der Elternbeiträge beschäftigt. Dies geschieht bislang weitgehend analog und ist für die Eltern mit erheblichem Nachweis-Aufwand verbunden. Als Koalition haben wir uns darauf geeinigt, sofort 200.000 Euro für die Digitalisierung dieser Vorgänge bereitzustellen. Anschließend erwarten wir, dass dadurch, durch weniger Bürokratie für Eltern und eine Umstellung auf Stichproben schrittweise ab 2028 Personal im Jugendamt wegfallen kann. Dass die Amtsleiterin sich im Kinder- und Jugendausschuss nicht vorstellen konnte, wie diese Schritte zur Erleichterung für Eltern, zur Digitalisierung und zur Einsparung von Steuergeldern aussehen können, irritiert uns sehr.“
Und Leon Herbstmann, Grüner Vorsitzender des Ausschusses für Kinder, Jugendliche und Familien, betont:
„Wir sind seit Jahren mit der Verwaltung im Gespräch darüber, wie Abläufe im Jugendamt effizienter organisiert werden können. Weil wir wissen, dass die Digitalisierung Ämter vor Probleme stellt, haben wir bewusst Gelder dafür zur Verfügung gestellt. Auch stärken wir in diesem Haushalt die offene Kinder- und Jugendarbeit, die freien Träger für die Arbeit im Kinderschutz und die Schulsozialarbeit mit zusätzlichen Geldern. Diese Koalition spart eben nicht bei Kindern und Jugendlichen – sondern stärkt die pädagogischen Angebote. Damit wir uns das angesichts sehr knapper Mittel leisten können, muss dort gespart werden, wo Bürokratie und weitgehend analoges Arbeiten hohe Personalkosten verursachen.“
Information:
Derzeit laufen in den Fachausschüssen die Haushaltsberatungen. Final entscheidet der Stadtrat am 25. März über den Doppelhaushalt 2026/27.
Jugendamt spart bei Bürokratie
## Was ist passiert?
Der Personalausschuss hat entschieden:
Im Jugendamt sollen Arbeitsplätze wegfallen.
Das soll schrittweise passieren.
Besonders bei der Berechnung von Elternbeiträgen.
## Warum?
Im Jugendamt arbeiten etwa 20 Mitarbeitende nur mit Elternbeiträgen.
Die Arbeit läuft noch sehr altmodisch ab.
Das bedeutet: viel Papier, viel Handarbeit.
Die Grünen sagen:
Wir geben 200.000 Euro für bessere Computer-Systeme.
Dann kann die Arbeit automatisch laufen.
Das macht weniger Arbeit für die Eltern.
Und es braucht weniger Personal im Jugendamt.
## Was ändert sich noch?
Die Grünen wollen NICHT bei Kindern und Jugendlichen sparen.
Sie geben mehr Geld für:
- Offene Kinder- und Jugendarbeit
- Kinderschutz
- Schulsozialarbeit
## Wann ist das fertig?
Ab 2028 soll weniger Personal nötig sein.
Dann hat die Digitalisierung funktioniert.
## Nächste Schritte
Der Stadtrat entscheidet am 25. März.
Dann ist der Haushalt für 2026 und 2027 fertig.