Meine Themen

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Was mir wichtig ist

Politik muss dort funktionieren, wo Menschen leben: in der Münsteraner Innenstadt genauso wie in Havixbeck und Nottuln. Ich möchte Stadt und Land zusammendenken, unsere Lebensgrundlagen schützen und dafür sorgen, dass auch die junge Generation mit Zuversicht nach vorne schauen kann.

Stadt und Land zusammendenken:
Gutes Leben darf keine Frage der Postleitzahl sein.

Ich bin in Nottuln aufgewachsen und lebe heute in Münster. Ich kenne das Leben auf dem Land genauso wie die Herausforderungen einer wachsenden Stadt. Und ich weiß: Die Bedürfnisse sind manchmal unterschiedlich – aber sie müssen keine Gegensätze sein.

Gerade im ländlichen Raum entscheidet eine funktionierende Infrastruktur darüber, ob Menschen gerne bleiben und eine Perspektive für sich sehen. Es braucht Busse und Bahnen, auf die man sich verlassen kann, gute Schulen, eine erreichbare medizinische Versorgung und Orte, an denen Menschen zusammenkommen können. Besonders junge Menschen brauchen Freiräume, in denen sie einfach jung und auch mal laut sein dürfen.

Gleichzeitig verschwinden vielerorts Gaststätten, Geschäfte und Arztpraxen. Wer kein Auto hat, merkt schnell, wie sehr das den eigenen Alltag einschränken kann. Ich möchte, dass wir den ländlichen Raum nicht nur verwalten, sondern aktiv stärken – für junge Menschen, für Familien und für diejenigen, die dort alt werden möchten.

Stadt und Land dürfen nicht gegeneinander ausgespielt werden. Gute Politik verbindet beides.

Landwirtschaft und Klimaschutz? Gehören zusammen.
Für eine Landwirtschaft mit Zukunft.

Landwirte ernähren uns und prägen unsere Region. Trotzdem wissen gerade kleinere und familiengeführte Betriebe immer häufiger nicht, ob sich die nächste Generation die Übernahme des eigenen Hofes noch leisten kann und davon langfristig leben kann.

Gleichzeitig ist kaum eine Berufsgruppe so unmittelbar von den Folgen der Klimakrise abhängig wie die Landwirtschaft. Dürren, Starkregen und andere Wetterextreme bedrohen Ernten und damit auch wirtschaftliche Existenzen. Eine intakte Natur und ein stabiles Klima sind deshalb nicht das Gegenstück zu erfolgreicher Landwirtschaft – sie sind ihre Grundlage.

Viel zu häufig werden Grüne und Landwirt trotzdem als natürliche Gegner dargestellt. Ich möchte dazu beitragen, diese Gräben zu überwinden. Wir brauchen Klimaschutz, der gemeinsam mit den Menschen in der Landwirtschaft funktioniert, verlässliche Perspektiven für Betriebe und eine Politik, die insbesondere kleine und mittlere Familienbetriebe unterstützt.

Landwirte und Grüne sind keine natürlichen Feinde. Uns verbindet das Interesse daran, unsere Lebensgrundlagen zu erhalten.

Demokratie braucht unabhängige Stimmen.
Für eine vielfältige und freie Medienlandschaft.

Freier und unabhängiger Journalismus ist ein Grundpfeiler unserer Demokratie. Er informiert, kontrolliert politische Macht, schafft Öffentlichkeit und ermöglicht gesellschaftliche Debatten. Als Kommunikationswissenschaftler ist mir deshalb besonders wichtig, dass wir diese Vielfalt erhalten.

In anderen europäischen Ländern können wir beobachten, was passiert, wenn Medien zunehmend unter politischen Einfluss geraten oder sich Medienmacht in wenigen Händen konzentriert. Auch bei uns steht die Medienlandschaft unter Druck: Redaktionen werden zusammengelegt, Lokalzeitungen verschwinden und journalistische Angebote müssen mit immer weniger Ressourcen auskommen.

Gerade der Lokaljournalismus ist für unsere Demokratie unverzichtbar. Wer berichtet über Entscheidungen im Gemeinderat, lokale Konflikte oder Entwicklungen vor der eigenen Haustür, wenn es keine starken Redaktionen mehr gibt? Ich möchte mich deshalb für ein resilientes Mediensystem, einen starken öffentlich-rechtlichen Rundfunk und eine vielfältige lokale Medienlandschaft einsetzen.

Eine starke Demokratie braucht Medien, die unabhängig berichten können – auch direkt vor unserer Haustür.

Eine Zukunft, auf die wir uns freuen können:
Politik für die junge Generation.

Ich bin 24 Jahre alt. Viele große politische Entscheidungen, die heute getroffen werden, werden meine Generation noch jahrzehntelang begleiten. Trotzdem habe ich häufig das Gefühl, dass junge Menschen zwar Verantwortung übernehmen sollen, ihre Perspektive bei politischen Entscheidungen aber nicht selbstverständlich mit am Tisch sitzt.

Meine Generation ist solidarisch. Wir waren es während der Corona-Pandemie und wir sind bereit, Verantwortung für unsere Gesellschaft zu übernehmen. Diese Solidarität muss aber in beide Richtungen funktionieren.

Dazu gehört, in gute Schulen und Bildung zu investieren. Dazu gehören bezahlbares Wohnen und Unterstützung für junge Menschen, die psychologische oder therapeutische Hilfe benötigen. Dazu gehört eine Politik, die die Klimakrise ernst nimmt und unseren Kindern und Enkeln einen lebenswerten Planeten hinterlässt. Und dazu gehört ein Sozialstaat, auf den sich auch diejenigen verlassen können, die heute jung sind.

Vor allem möchte ich jungen Menschen eines zurückgeben: Zuversicht. Politik darf sich nicht nur darum drehen, welche Krise wir als Nächstes bewältigen müssen. Sie muss zeigen, wie eine bessere Zukunft aussehen kann – und den Mut haben, sie zu gestalten.

Meine Generation ist bereit, solidarisch zu sein. Aber Solidarität funktioniert in beide Richtungen.

Politik entsteht im Gespräch

Was beschäftigt dich in Münster, Havixbeck oder Nottuln? Welches Thema fehlt dir? Schreib mir.