29.01.2026
Der Einstieg ins Berufsleben wird für viele junge Menschen spürbar schwieriger. Das zeigt die Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der grünen Bundestagsabgeordneten Sylvia Rietenberg zum Berufseinstieg im Kontext von Künstlicher Intelligenz (KI) und konjunktureller Schwäche. Besonders betroffen sind demnach junge Akademikerinnen und Akademiker.
Nach Angaben der Bundesregierung benötigen inzwischen über 20 Prozent der Berufseinsteigerinnen und Berufseinsteiger mehr als sechs Monate, um nach Abschluss eine Stelle zu finden. Bei Akademikerinnen und Akademikern liegt der Anteil sogar bei rund 23 Prozent. Gleichzeitig ist das Stellenangebot deutlich zurückgegangen: Seit 2022 ist die Zahl der gemeldeten offenen Stellen für Hochschulabsolventen um mehr als ein Viertel gesunken.
Kritisch sehen die Berichterstatterin für Arbeitsmarktpolitik vor allem die unzureichende Datengrundlage für Akademikerinnen und Akademiker zur konkreten Arbeitssuche und zu den Einstiegsstellen . „Die Bundesregierung kann nicht sagen, wie viele Einstiegsstellen weggefallen oder durch KI verändert worden sind. Auch zu den ersten Monaten der Arbeitssuche nach Studienabschluss liegen keine belastbaren Daten vor“, erklärt Sylvia Rietenberg, Arbeitsmarktexpertin der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen und fordert: „Wer junge Menschen ernst nimmt, muss diesen Wandel aktiv gestalten, und das geht nur auf Basis verlässlicher Daten.“
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Berufseinstieg wird schwieriger
Viele junge Menschen finden schwer einen Job. Das zeigt eine Antwort der Bundesregierung. Die grüne Politikerin Sylvia Rietenberg hat gefragt: Wie ist die Situation beim Berufseinstieg? Besonders junge Menschen mit Studium sind betroffen.
Lange Suche nach dem ersten Job
Über 20 Prozent der Berufsanfänger brauchen über 6 Monate. Sie suchen nach dem Studium einen Job. Bei Uni-Absolventen sind es sogar 23 Prozent.
Gleichzeitig gibt es weniger freie Stellen. Seit 2022 sind es über 25 Prozent weniger.
Fehlende Informationen
Sylvia Rietenberg ist Arbeitsmarkt-Expertin. Sie sagt: Die Regierung weiß zu wenig. Wie viele Jobs fallen weg? Wie verändert sich die Arbeit durch KI (künstliche Intelligenz)?
„Es gibt keine guten Daten über die erste Zeit der Jobsuche", sagt Rietenberg. „Wer junge Menschen unterstützen will, braucht gute Informationen. Nur so kann man etwas verändern."